Diplomfeier Projektleiter Sicherheitssysteme: Fachkräfte für eine wachsende Branche

Mit einer feierlichen Diplomübergabe endete kürzlich der Lehrgang «Projektleiter/in Sicherheitssysteme mit eidg. Fachausweis». Die Absolventinnen und Absolventen feierten ihren erfolgreichen Abschluss gemeinsam mit Angehörigen, Dozierenden und Vertretern der Branche – ein verdienter Moment nach vielen Monaten intensiver Weiterbildung.

Diese Nachwuchskräfte haben die Weiterbildung «Projektleiter Sicherheitssysteme» erfolgreich absolviert. Ganz rechts: SES-Präsident Martin Altorfer. Bild: save

In seiner Festrede würdigte Martin Altorfer, Präsident vom Verband Schweizerischer Errichter von Sicherheitsanlagen (SES) den grossen Einsatz der Teilnehmenden. Er erinnerte daran, dass eine Weiterbildung dieser Art mehr sei als reines Lernen: «Oft haben Sie bis spät in die Nacht gelernt, Neues entdeckt, gezweifelt und auf vieles verzichtet. Hoffentlich war es auch schwer – denn genau das macht Sie stark für die Praxis.»

Altorfer ermutigte die Absolventinnen und Absolventen, diesen Moment bewusst mit ihren Liebsten zu geniessen. Gleichzeitig ordnete er ihre Leistung in einen grösseren Kontext ein: Seit 2009 haben über 300 Personen den Lehrgang absolviert. Damit leiste der Verband SES einen wichtigen Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung der Branche.

Sicherheitstechnik: Keine Nische mehr

Die Bedeutung der Sicherheitstechnik nehme stetig zu, betonte Altorfer. Der Schweizer
Sicherheitstechnikmarkt generiere heute rund 850 Millionen Franken Umsatz und wachse kontinuierlich. «Sicherheitstechnik ist keine Nische in der Gebäudetechnik, sondern eine eigenständige und zentrale Disziplin. Der Bedarf an gut ausgebildeten Fachkräften steigt stetig.»

Besonders im Fachbereich «Fire» habe die jüngere Vergangenheit gezeigt, wie wichtig Brandschutz sei. Die Brandkatastrophe von Crans Montana hätte deutlich gemacht, dass Brandschutz keine theoretische Übung, sondern eine praktische Notwendigkeit sei. Er unterstütze daher, dass die neuen Brandschutzvorschriften (BSV) die Erkenntnisse aus diesem Unglücke aufnehmen und künftig noch strengere Standards setzen.

Auch im Fachbereich «Security» werde es immer komplexer: Neue Technologien, internationale Vorgaben wie NIS 2, und die zunehmende Verbindung von physischer und digitaler Sicherheit fordern neue Kompetenzen. «Physische Sicherheit ist keine Kür, sondern eine Pflicht. Und auch wenn Künstliche Intelligenz vieles verändert – sie ersetzt nicht den Menschen..»

Stimmen aus dem Absolventenkreis

Einer der Diplomanden ist Alex Kilbey von Securiton. Für ihn war die Weiterbildung eng mit seiner beruflichen Entwicklung verknüpft: «Die Weiterbildung war eine Anforderung für den internen Stufenwechsel – mein Arbeitgeber hat mich daher auch unterstützt.»

Heute arbeitet Kilbey im Aussendienst im Verkauf und ist zuständig für Videosicherheitssysteme. Die Weiterbildung habe ihm jedoch weit mehr gebracht als einen formalen Abschluss: «Sie hat mir die Augen geöffnet für die anderen Sicherheitsgewerke: Einbruchmeldeanlagen, Zutrittskontrollsysteme, Türmanagementsysteme, Sicherheitsleitsysteme. Auch wenn ich auf Videosicherheitssysteme spezialisiert bin, verstehe ich jetzt das Gesamtsystem viel besser.»

Auch Jan Gründler bestätigt einen geschärften Blick für «das grosse Ganze», den er durch die Weiterbildung gewinnen konnte. Bei seinem Arbeitgeber der ES Sicherheit in St. Gallen konnte er sich so zum Stv. des technischen Leiters weiterentwickeln.

Gute Entscheidung für die Zukunft

Die Diplomfeier machte deutlich: Die Absolventinnen und Absolventen haben sich für eine Weiterbildung entschieden, die sie fit für eine anspruchsvolle Zukunft macht. Sie verbinden Technik und Mensch– und tragen damit dazu bei, dass die Schweiz auch in Zukunft ein sicherer Ort bleibt.

 

Die Absolventen

Sina Bernet, Tim Bürkli, Michael Caruso, Halil Ibrahin Caruso, Reto Christen, Elior Fink, Marko Gligorijevic, Jan Gründler, Sandro Hürlimann, Alex Kilbey, Stefan Leemann, Lukas Oswald, Joel Rodel, Joachim Schmid, Tobias Speich, Alex Stuppan, Lukas Würsch, Myrdhin Allaert, Dzenan Isovic

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