Digitale Gesundheitslösungen am Scheideweg
Innovation braucht Daten, doch setzen laut einer PwC-Studie nach wie vor viele Gesundheitsunternehmen die Daten nicht umfassend ein.
Eine aktuelle PwC-Studie widmet sich der Frage, ob die Hochkonjunktur digitalisierter Gesundheitslösungen bereits vorüber ist. Zumindest zeige sich der «Investitionsappetit» nach einem pandemiebedingten Digitalisierungsschub verhalten, wie die Studienautoren bilanzieren.
Auch in der Start-up-Szene werden vermehrt erschwerte Marktbedingungen sichtbar. 65 Prozent der Studienunternehmen verlagern ihren Schwerpunkt bei der Produktentwicklung demnach verstärkt auf regulierte digitale Gesundheitslösungen.
Keine voreiligen Schlüsse ziehen
51 Prozent der Befragten stufen die grossen Gesundheitsdienstleister als wichtigste Partner für die Vermarktung neuer digitaler Gesundheitslösungen ein. An zweiter Stelle stehen etablierte Tech-Firmen mit einem Wichtigkeitsfaktor von 46 Prozent. Erst an dritter Stelle reihen sich, mit einer Awareness von 36 Prozent, die Pharmaunternehmen ein.
Die PwC Schweiz resümiert in ihrer Studie, dass Anbieter digitaler Gesundheitslösungen vorab definieren sollten, welche Rolle sie im Ökosystem der Zukunft spielen wollen. Besonders wichtig und entscheidend sei der zuverlässige Schutz der Patientendaten.
Weiter sei vielen Unternehmen (41 Prozent) noch nicht klar, wie umfassend Daten als vielversprechende Quelle eingesetzt werden können.
82 Prozent der Befragten gehen zudem davon aus, dass die Erstattung durch Krankenkassen von digitalen Lösungen ein zentrales Geschäftsmodell sein wird.
Quelle: PwC/Redaktion