Tödliche Landwirtschaftsunfälle 2025: Weniger Fälle – anhaltend hohes Risiko
Im Jahr 2025 wurden in der Schweiz 22 tödliche Personenunfälle im Zusammenhang mit landwirtschaftlichen Tätigkeiten erfasst. Die Zahlen stammen aus Auswertungen der Beratungsstelle für Unfallverhütung in der Landwirtschaft (BUL) und von agriss.

Gegenüber dem Vorjahr (2024: 25 Todesfälle) bedeutet dies einen leichten Rückgang. Im längerfristigen Vergleich bleibt die Belastung jedoch hoch: Zwischen 2016 und 2025 wurden im Durchschnitt 28 tödliche Unfälle pro Jahr registriert. Von einer nachhaltigen Entlastung kann daher nicht gesprochen werden.
Mehrheit der Todesfälle bei Arbeitstätigkeiten
Von den 22 Todesfällen ereigneten sich 17 bei arbeitenden Personen während landwirtschaftlicher Arbeiten. Darüber hinaus kam ein Kind ums Leben, und fünf Todesfälle betrafen Drittpersonen, die im Umfeld landwirtschaftlicher Tätigkeiten verunfallten.
Die Zahlen verdeutlichen, dass sich Risiken nicht auf den engeren Arbeitsbereich beschränken, sondern auch Familienangehörige, Passanten und Verkehrsteilnehmende betreffen können.
Forst- und Fahrzeugunfälle im Fokus
Die detaillierte Auswertung zeigt, dass sich tödliche Unfälle 2025 insbesondere in folgenden Situationen ereigneten:
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bei Umstürzen oder Überschlägen von Traktoren, Transportern oder Hebefahrzeugen,
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durch Stürze von Fahrzeugen oder Überrollen,
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bei Arbeiten mit Maschinen, etwa durch Einklemmen oder Kontakt mit Gelenkwellen,
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bei Abstürzen von Heukrananlagen oder durch Heuabwurföffnungen,
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sowie bei Holzernte- und Forstarbeiten, etwa durch herabfallende oder rollende Stämme.
Drittpersonen ebenfalls betroffen
Auch im 2025 kam es zu mehreren tödlichen Unfällen mit Drittpersonen. Dazu zählen unter anderem Kollisionen zwischen landwirtschaftlichen Fahrzeugen und anderen Verkehrsteilnehmenden, schwere Unfälle bei Reparaturarbeiten sowie Ereignisse im Zusammenhang mit Viehtrieb oder Arbeiten im öffentlichen Raum.
Diese Unfälle machen deutlich, dass landwirtschaftliche Tätigkeiten weit über den Hof hinauswirken und besondere Aufmerksamkeit im Umgang mit Öffentlichkeit und Verkehr erfordern.
Ältere Personen besonders gefährdet
Das Alter der Unfallopfer reichte im Jahr 2025 von 8 bis 91 Jahren. Sieben der bei landwirtschaftlichen Arbeiten tödlich verunfallten Personen waren über 65 Jahre alt. Damit bestätigt sich ein bekanntes Muster: Mit zunehmendem Alter steigen Verletzlichkeit und Unfallfolgen, insbesondere bei körperlich anspruchsvollen oder risikoreichen Tätigkeiten.
Quelle: BUL
