Pilotversuche zur kontrollierten Abgabe von Cannabis
Ende März hat der Bundesrat eine Verordnung über Pilotversuche zur kontrollierten Abgabe von nicht-medizinischem Cannabis verabschiedet. Die Versuche sollen laut einer Mitteilung des Bundesrats eine solide wissenschaftliche Grundlage für weitere Entscheide zur Regelung von Cannabis schaffen.
Ab dem 15. Mai 2021 können beim BAG Gesuche für die Durchführung von Pilotversuchen mit nicht-medizinischem Cannabis eingereicht werden. Die Studien sollen mehr Aufschluss zur kontrollierten Abgabe von nicht-medizinischem Cannabis liefern. Rückschlüsse sollen die Studien auch liefern über die Gesundheit und die Konsumgewohnheiten der Nutzerinnen und Nutzer. Diese sollen in einem wissenschaftlichen Rahmen geprüft werden. Letzten Endes will der Bund auch die Auswirkungen auf den lokalen illegalen Drogenmarkt und den Jugendschutz messen.
Kontrollierte Produkte und Sensibilisierung für die Risiken
Der angebotene Cannabis müsse hohe Qualitätsanforderungen erfüllen und aus biologischem Anbau stammen, schreibt der Bund: Da nur durch eine Überwachung der Lieferketten vom Saatgut bis zur Produktion auch der Schwarzmarkt umgangen werde. Ein entsprechend geschultes Personal der Verkaufsstellen soll zudem auf die Risiken des Konsums sensibilisieren.
Strikte Rahmenbedingungen
Die Teilnehmenden können bei dem Pilotversuch nur eine beschränkte Menge Cannabis pro Monat erwerben, und der Weiterverkauf wie auch der Konsum an öffentlich zugänglichen Orten seien untersagt. Nur volljährige Personen, die bereits Cannabis konsumieren, können an dieser Studie teilnehmen. Die Teilnehmenden müssen zudem ihren Wohnsitz in dem Kanton haben, in dem der Pilotversuch durchgeführt werde. Der Gesundheitszustand der Probanden wird während des ganzen Versuchs überwacht.
Quelle: Der Bundesrat