Verstehst du mich?

Erster Anzeichen eines Hörverlusts ist oft ein Verstehverlust. Davon sind viele Menschen in der Schweiz betroffen.

Viele hören Gespräche zwar normal laut, haben aber Probleme mit dem Verständnis.
Viele hören Gespräche zwar normal laut, haben aber Probleme mit dem Verständnis.

Rund 12 % der Schweizer Bevölkerung haben laut einer Erhebung von Pro Audito Schweiz Probleme mit dem Hörvermögen. Viele von ihnen hören dabei noch gut, verstehen aber nicht alles. Dieser Umstand wird Verstehverlust genannt und kommt bei rund 85 % aller Hörminderungen vor. Weltweit leben sogar 590 Millionen Menschen mit einer Hörminderung, über 40 % davon im Alter zwischen 60 und 69 Jahren. Prognosen zeigen, dass sich die Anzahl Menschen mit Hörschwäche bis ins Jahr 2050 gar verdoppeln könnte.

Der „Tag des Hörens“ am 13. Mai macht deshalb auf die Wichtigkeit von gutem Hören aufmerksam und sensibilisiert die Gesellschaft für die Optimierung des eigenen Hörsinns. Anlässlich dieses Aktionstags führt der Hörspezialist Amplifon den Schweizer Hörtest durch.

Wer hin und wieder Mühe hat, alles zu verstehen, kann zwischen Anfang Mai bis Ende Juli in allen Schweizer Amplifon Fachgeschäften einen kostenlosen Hörtest machen. Auf diese Weise wird festgestellt, ob ein Verstehverlust aufgrund eines Hörverlusts besteht.

Mit einem modernen Hörgerät lässt sich diese Art des Hörverlusts ausgleichen. Dass sich die Lebensqualität von Personen mit Hörbeeinträchtigungen durch den Einsatz eines Hörgeräts deutlich erhöht, haben die Akustikspezialisten Amplifon und Phonak in zwei nationalen Hörstudien bewiesen.

Chemische Produkte: Ab Juni gelten die neuen Gefahrensymbole

Ab Juni 2015 wird in der Schweiz auf die neuen Gefahrensymbole umgestellt.

Ab Die neuen GHS-Gefahrsymbole treten nun auch in der Schweiz endgültig in in Kraft.

Die neuen GHS-Gefahrsymbole treten demnächst auch in der Schweiz in Kraft. Das heisst, es gilt auch hier das internationale System für die Gefahrenbeurteilung und -kennzeichnung von chemischen Produkten. Die weltweite Harmonisierung der Symbole soll einen besseren Schutz, aber auch Vereinfachungen beim Handel mit chemischen Produkten ermöglichen.

 

Achtung Gefahrguttag

Im Juni findet in Basel der Gefahrgut Schweiz statt.

Beförderung gefährlicher Güter

Am 10. Juni 2015 geht der 17. Gefahrguttag Schweiz im Swiss Conference Center in Basel über die Bühne. Im Vordergrund steht die Zukunft der Gefahrgutbeförderung. Aufgegriffen wird der aktuelle Stand der zukünftigen Telematik-Anwendungen im Zusammenhang mit der Beförderung gefährlicher Güter.

Die Teilnehmenden können an diesem traditionellen Anlass wie immer ihr persönliches Programm zusammenstellen. Zur Auswahl stehen zwei Gefahrgut-Parcours sowie Fachmodule zu den Schwerpunkten

  • Be-/Entladung sowie Handhabung
  • Umsetzung der Neuerungen 2015
  • Lithium-Batterien und den Neuerungen des IMDG-Codes

Die Tagungsteilnahme gilt übrigens als Nachweis der Weiterbildung gemäss Kapitel 1.3 RID/ADR und ist als SGAS-Weiterbildungsveranstaltung anerkannt.

Organisiert wird der Anlass von Swiss TS und GeFaSuisse.

Wenig Vertrauen in überarbeitete Ärzte

Die Bevölkerung verliert das Vertrauen in die Ärzte, wenn diese die zulässige Höchstarbeitszeit überschreiten.

Überarbeitete Ärzte verlieren das Vertrauen ihrer Patienten.
Überarbeitete Ärzte verlieren das Vertrauen ihrer Patienten.

Eine Studie im Auftrag des Verbands Schweizerischer Assistenz- und Oberärzte (VSAO) zeigt, dass die Bevölkerung das Vertrauen in Ärzte verlieren, wenn diese mehr als zwölf Stunden am Tag arbeiten.

Dass die Arbeitszeiten der Assistenz- und Oberärzte und -ärztinnen oft überschritten werden, ist kein Geheimnis: Im Schnitt wird über 56 Stunden pro Woche gearbeitet – das sind 6.5 Stunden mehr als die gesetzlich zugelassene Höchstgrenze von 50 Stunden. Jeder vierte Arzt arbeitet gar über 60 Stunden pro Woche.

77% der Befragten sehen denn auch ihr Vertrauen in die Qualität der Behandlung gefährdet, wenn der Arzt bereits seit 12 Stunden arbeitet – und das zu Recht: Über ein Drittel der Ärzte haben es persönlich erlebt, dass die Gesundheit eines Patienten wegen Übermüdung der Ärzteschaft gefährdet wurde.

Der VSAO fordert schon seid längerem, dass das Arbeitsgesetz auch bei Assistenz- und Oberärzten eingehalten werden muss.

Implenia gehackt

In der Nacht auf Donnerstag ist die Implenia-Website das Ziel eines Hackerangriffs geworden.

implenia-gehackt-it-security

Gemäss dem Baukonzern hatte sich die Hacker Zugang zur Website verschafft und Botschaften darauf platziert, die sich gegen Scientology richteten. Wer genau hinter der Attacke steht, ist noch nicht geklärt, wie das Unternehmen schreibt.

Implenia verurteilt das kriminelle Vorgehen der Urheberschaft und hat Anzeige gegen Unbekannt eingereicht. Das Motiv für den Angriff stehe im Zusammenhang mit den jüngst abgeschlossenen Umbauarbeiten für den Scientology-Sitz in Basel, heisst es. Der Baukonzern schreibt abschliessend in der Medienmitteilung, dass er keine Beziehungen zur Sekte unterhalte.

 

Über 50% der Firmen sind digitale Dinosaurier

Eine Studie kommt zum Schluss, dass es mehr als der Hälfte der Unternehmen in der Schweiz an digitalem Know-how mangelt. Gleichzeitig schreiben 74% der Firmen der Digitalisierung grosse Auswirkungen auf ihre Branche zu. Und das kann für den Erfolg kritisch werden.

ueber-50-der-firmen-sind-digitale-dinosaurier-it-security

ueber-50-der-firmen-sind-digitale-dinosaurier1-it-security

«Nach wie vor scheint digitales Know-how sowohl auf Führungs- als auch auf Mitarbeiterstufe Schweizer Unternehmen zu fehlen», fasst Sven Ruoss, Studienleiter CAS Social Media Management an der HWZ, die Ergebnisse seiner Studie zusammen. «Dies obwohl 74% der befragten Firmen davon ausgehen, dass die Digitalisierung grosse bis sehr grosse Auswirkungen auf ihre Branche haben wird.» Für die Hälfte der Schweizer Unternehmen werde dies bis 2017 erfolgskritisch.

Schweizer Unternehmen fordere die digitale Transformation hauptsächlich aufgrund von Einschränkungen im IT-System, fehlender finanzieller Ressourcen und mangelndem Know-how auf der Führungsetage. «Ein Umdenken ist dringend notwendig, da sich der digitalen Entwicklung keine Branche entziehen kann. Ein sinnvoller Einsatz digitaler Möglichkeiten kann die Kundenbindung massgeblich erhöhen und führt meist zu einer Effizienzsteigerung in allen Bereichen», hält Manuel P. Nappo, Leiter des Center for Digital Business an der HWZ fest. Als wegweisende Technologien erkennt die Studie «Digital Security» sowie die Bereiche «Mobile», «Big Data», «Social Media» und «Cloud Computing». Als wichtigste Beweggründe für Unternehmen, die digitale Transformation zu vollziehen, werden Produkt- und Dienstleistungserweiterungen, ein verbessertes Kundenerlebnis und die Steigerung der Produktivität aufgeführt.

An der Befragung nahmen 463 Personen teil. Davon 77% männlich, 23% weiblich. 62% der Befragten sind im Kader, 33% haben keine Kaderfunktion und 5% sind selbständig.

Mehr zum Thema digitale Transformation in der Schweiz hier.

Schienensuizid: Lokführer entlasten

Wirft sich ein Mensch in Suizidabsicht vor den Zug, belastet dies die betroffenen Lokführer oft ein Leben lang. Die SBB will nun die Prävention verstärken.

Wenn ein Lokführer ein Suizid miterleben musste, bedeutet dies eine schwere psychische Belastung. (Bild: © SBB CFF FFS)
Wenn ein Lokführer ein Suizid miterleben musste, bedeutet dies eine schwere psychische Belastung. (Bild: © SBB CFF FFS)

Schienensuizide belasten die psychische Gesundheit der betroffenen Lokführer oft sehr stark. Und diese kommen nicht eben selten vor: 140 Personen sind im letzten Jahr bei einem solchen Ereignis verstorben, weitere 90 überlebten den Versuch – allerdings oft schwer verletzt. Die SBB-Angestellten, die dies miterleben mussten, müssen zum Teil ihren Beruf ganz aufgeben, zum Teil kämpfen sie danach bei jeder Fahrt mit Angst.

Aber nicht nur die Lokführer sind betroffen – neben dem menschlichen Leid, dass ein Schienensuizid bei den Betroffenen, Angehörigen, Kunden und Mitarbeitenden auslöst, haben diese auch grosse Auswirkungen auf den Schienenverkehr.

Wie die SBB in eine Communiqué mitteilt, will sie aufgrund der Entwicklung bei Schienensuiziden und der sozialen Verantwortung aktiv in der Prävention engagieren. Im Fokus stehen die Kommunikation, die Sensibilisierung von Mitarbeitern und die Prüfung weiterer Massnahmen im baulich-technischen Bereich. An einer nationalen Tagung hat die SBB heute in enger Zusammenarbeit mit Fachleuten, dem Bundesamt für Gesundheit und weiteren Institutionen zum Thema Schienensuizid, zur Prävention und zur optimalen Bewältigung informiert.

Trojaner Dyre verbreitet sich lawinenartig

Der E-Banking Trojaner "Dyre", welcher KMU im Visier hat, verbreitet sich lawinenartig. In den vergangenen Wochen wurden der Meldestelle MELANI täglich mehrere hundert Neuinfektionen in der Schweiz gemeldet. Inzwischen sind vermehrt auch Privatanwender betroffen.

Gemeldete Dyre-Infektionen in der Schweiz in den letzten 90 Tagen.
Gemeldete Dyre-Infektionen in der Schweiz in den letzten 90 Tagen.

Zur Verbreitung dieses Trojaners wird unter anderem folgende perfide Methode angewendet: Ist ein Computer eines Unternehmens oder Privatperson mit dieser Schadsoftware infiziert, werden aus dem Mailprogramm zuerst alle E-Mail-Adressen ausgelesen und dann unter dessen Identität die Schadsoftware an alle Kontakte versendet. Das E-Mail erreicht somit den gesamten Kundenstamm einer Firma respektive Bekanntenkreis einer Privatperson. Da der Absender des E-Mails dem Empfänger bekannt und vertraut ist, ist die Gefahr gross, dass Empfänger den Anhang öffnen, sich so infizieren und in der Folge den eigenen Kunden- respektive Bekanntenkreis gefährden.

Aufgrund der akuten Bedrohung durch „Dyre“ gilt die Warnung vom Februar 2015 unverändert, wie die MELANI schreibt. Die Meldestelle erinnert Internetnutzer erneut daran, keine verdächtigen E-Mail-Anhänge zu öffnen. Die Schadsoftware tarne sich unter anderem als Faxnachricht, erfundene Bestellung, Lieferung, Rechnung oder Zahlung.

Neben den üblichen Verhaltensregeln empfiehlt die Meldestelle:

  • Seien Sie vorsichtig beim Umgang mit E-Mails, auch wenn diese von vertrauenswürdigen Absendern zu stammen scheinen. Im Zweifelsfall fragen Sie beim Absender des E-Mails telefonisch nach, bevor Sie einen Anhang öffnen.
  • Sollten Sie bereits verdächtige E-Mails erhalten und den Dateianhang geöffnet haben, empfehlen wir Ihnen, Ihr System mit einem Virenscanner oder einem Malware Removal Tool zu überprüfen. Eine entsprechende Anleitung dazu finden Sie unter diesem Link
  • Wenn Sie beim Login ins e-Banking nach Eingabe der Anmeldeinformationen (Passwort, mTAN/Token) einen Sperrbildschirm erhalten, z.B. „Das e-Banking steht derzeit nicht zur Verfügung“, kontaktieren Sie umgehend Ihre Bank.
  • Falls beim Login-Prozess andere aussergewöhnliche Vorkommnisse auftreten (z.B. Anzeige von Minuten-Timer, usw.), sollte ebenfalls die Bank kontaktiert werden.
  • Stellen Sie sicher, dass auf Ihrem Computer ein aktuelles Virenschutzprogramm installiert ist und scannen Sie Ihren Computer regelmässig mit diesem (vollständiger Systemscan).
  • Konsultieren Sie das MELANI-Merkblatt IT-Sicherheit für KMUs  und das 10-Punkte Programm zur Erhöhung der IT-Sicherheit auf dem KMU Portal des Bundes: Sicherheitsvorkehrungen für die IT-Infrastruktur KMU

Partnerschaft vereinbart

HID Global und die Posttochter SwissSign gehen für die DACH-Region eine Partnerschaft ein.

partnerschaft-vereinbart-it-security

Digitale Zertifikate spielen bei der Umsetzung einer hohen IT-Sicherheit eine immer grössere Rolle. Immer mehr Unternehmen implementieren dabei ihre eigene Public-Key-Infrastruktur (PKI) zur Unterstützung einer sicheren Zwei-Faktoren-Authentifizierung oder der Verschlüsselung unternehmenskritischer Daten, wie HID Global schreibt. Wenn Zertifikate jedoch über die Unternehmensgrenzen hinaus anwendbar sein sollen (z.B. Austausch verschlüsselter E-Mails, digitale Signierung), sei eine lokale PKI damit überfordert. Für solche Zwecke stelle der Zertifikatsanbieter SwissSign, ein Unternehmen der Schweizerischen Post, Know-how und Infrastruktur zur Verfügung.

Die auf dem Gebiet sichere Identitäten und Zutrittskontrolle tätige HID und SwissSign gehen für die Länder Deutschland, Österreich und Schweiz eine Partnerschaft ein. Durch die Kombination der Zertifikate von SwissSign mit dem Card Management System (CMS) von HID entsteht eine durchgängige und zuverlässige Lösung, wenn es um die Authentifizierung im Rahmen einer unternehmensübergreifenden Kommunikation geht, wie die zwei Anbieter wissen lassen. Bei der Ausgabe von Smartcards würden die Zertifikatsdienste von SwissSign genauso transparent eingebunden wie eine unternehmenseigene PKI. So würden dann über das CMS sowohl Zertifikate der lokalen Zertifizierungsstelle als auch von SwissSign erzeugt, auf Smartcard gespeichert und sicher zentral verwaltet.

Weiterhin Hochwassergefahr

Nur schon der Blick auf die Region um den kleinen Greifensee im Zürcher Glattal zeigt, dass sich die Hochwassersituation in der Schweiz noch nicht entspannt hat.

Trübe Aussichten: Blick aufs Zürcher Glattal (5. Mai).
Statistischer Rückblick: jährliche Schadenssumme

Heute Freitag nimmt in der zweiten Tageshälfte die Schauer- und Gewitteraktivität aus Südwesten wieder zu. Bis Sonntagmorgen ist wiederholt mit Regen zu rechnen. Am meisten Niederschlag erwartet MeteoSchweiz zwischen Freitagmittag und Samstagmittag entlang der zentralen und östlichen Voralpen sowie im angrenzenden Mittelland. In den erwähnten Gebieten ist mit 20 Liter pro Quadratmeter zu rechnen. Lokal sind auch 35 Liter innert kurzer Zeit möglich. Am übrigen Alpennordhang sowie im Jura fallen voraussichtlich 10 bis 20 Liter pro Quadratmeter, im restlichen Flachland rund 5 bis 10 Liter.

Dank der Niederschlagspause der letzten Tage sind die Pegel der Fliessgewässer gesunken und befinden sich zurzeit grösstenteils im Bereich der Gefahrenstufe 1. Ausnahmen bilden die Seeausflüsse, insbesondere von Thuner- und Bielersee. Bei den Jurarandseen wird Wasser aus dem Murten- und Neuenburgersee in den Bielersee nachfliessen, sobald der Bielersee-Pegel unter jenem des Neuenburgersees zu liegen kommt. Zur stärkeren Entlastung der Jurarandseen wird der Ausfluss des Bielersees in Absprache zwischen Bund und Kantonen auf sehr hohem Niveau reguliert. Die Behörden gehen davon aus, dass es bis zur Normalität längere Zeit (mehrere Wochen) dauern wird.

Die Hochwassergefahr am Neuenburger- und Bielersee sowie an der Aare unterhalb des Bielersees bleibt weiterhin sehr gross (Stufe 4). Am Thuner- und Murtensee sowie an der Aare unterhalb des Thunersees bleibt sie gross (Stufe 3).

Die vorhergesagten Niederschläge bis am Sonntag, 10. Mai, können in insbesondere in den kleinen und mittleren Fliessgewässern lokal zum Anstieg der Abflüsse führen. Sollte das Einzugsgebiet der Emme von den Niederschlägen betroffen sein, müsste der Abfluss im Wehr Port sofort wieder gedrosselt werden. Der Bielersee-Pegel würde in diesem Fall rasch stark ansteigen.

In der Nähe von Flüssen und Seen mit Hochwasser sei grösste Vorsicht geboten, wie es auf dem Naturgefahren-Portal heisst. Den Anweisungen der lokalen Behörden sei unbedingt Folge zu leisten.

Risikomanagement von Naturgefahren wird übrigens anlässlich einer Sonderschau an der SICHERHEIT 2015 (10. – 13. November) thematisiert. Begleitet wird die Messe von einem Kongress: Im Juni 2015 erscheint das ausführliche Programm.

Bundesgericht: Firmenchef haftet bei Arbeitsunfall

Wenn ein Angestellter aufgrund von Sicherheitsmängeln verunfallt, hafte der Firmeninhaber. Dies zeigt ein Urteil des Bundesgerichts.

Wer zulässt, dass seine Angestellten mit der Sicherheit nicht genügenden Maschinen hantieren, macht sich strafbar.
Wer zulässt, dass seine Angestellten mit der Sicherheit nicht genügenden Maschinen hantieren, macht sich strafbar.

Eine CNC-Drehbank setzte sich bei Wartungsarbeiten plötzlich selbständig in Gang. Ein Arbeiter, der sich in dem Moment im Inneren der Maschine befand, verletzte sich dabei schwer an Kopf und Arm.

Bei der Untersuchung stellte sich heraus, dass die Schutztürüberwachung der Maschine so manipuliert worden war, dass sie sich auch bei geöffneter Schutztür in Bewegung setzen konnte.

Das Bundesgericht entschied nun, dass der Geschäftsführer für den Unfall haftbar ist – obwohl der Verunfallte vom Sicherheitsmangel wusste und auch teilweise selber schuld war am Unfall. Dies begründete es unter anderem damit, dass es „an einer Sicherheitskultur in der Betrieb fast gänzlich fehlte“ – was sich nicht zuletzt darin zeigte, dass auch bei anderen Maschinen im Unternehmen die Schutztürüberwachung manipuliert war.

Der Geschäftsführer wurde aufgrund von schwerer fahrlässiger Körperverletzung zu einer bedingten Geldstrafe von 60 Tagessätzen à 130 Franken verurteilt.

Zum Urteil mit der auführlichen Begründung.

Asbestbelastung in Europa nach wie vor prekär

In der gesamten Europäischen Region ist laut WHO mindestens jeder dritte Einwohner am Arbeitsplatz und in der Umgebung Asbestbelastung ausgesetzt.

Asbestsanierung: Trotz bekannter Gefahren ist das Material nach wie vor in viele Europäischen Ländern legal.
Asbestsanierung: Trotz bekannter Gefahren ist das Material nach wie vor in viele Europäischen Ländern legal.

Etwa ein Drittel der 900 Mio. Menschen in der Europäischen Region der WHO leben in Ländern, die noch nicht die Verwendung von Asbest in jeglicher Form verboten haben, und sind deshalb möglicherweise am Arbeitsplatz und in ihrer sonstigen Umgebung Risiken ausgesetzt. In Ländern, in denen Asbest verboten ist, besteht die Belastung aus der vergangenen Anwendung weiter. Dies meldet die Weltgesundheitsorganisation WHO anlässlich der Tagung zum Thema und Gesundheit in Haifa (Israel) und mahnt die Länder, auf Asbest ganz zu verzichten.

Jährlich sterben europaweit 15’000 Menschen durch asbestbedingte Krankheiten. Darunter fallen zum Beispiel Lungen-, Eierstock- oder Kehlkopfkrebs, Mesotheliomen und Asbestose. Die effizienteste Möglichkeit zur Eliminierung dieser Krankheiten ist die Einstellung der Verwendung von Asbest in jeglicher Form.

Asbest ist weiter erlaubt in 16 Ländern der Region, unter anderem Albanien, Monaco, Russland und der Ukraine.

Die Eliminierung asbestbedingter Erkrankungen gehörte zu den wichtigsten Themen auf der Tagung von Haifa. An der Veranstaltung, die einer Gesamtbewertung der Fortschritte im Bereich Umwelt und Gesundheit in Europa diente, nahmen über 200 Vertreter der Länder der Europäischen Region sowie internationaler und nichtstaatlicher Organisationen teil.

get_footer();