Herausforderung Entrauchung

„Herausforderung Entrauchung“ – unter diesem Titel haben kürzlich die Firmen Belimo, Bosch-Sicherheitssysteme, Schmidlin und Trox Hesco als Initianten zu einem halbtägigen Fachforum eingeladen. Über 160 Interessierte folgten der Einladung nach Olten und Winterthur. Immer komplexere und höhere Bauten verlangen einerseits nach modernen Brandschutzkonzepten und andererseits auch nach innovativen und technischen Lösungen. Nur wenn die Entrauchung […]

Immer höhere Bauten verlangen nach modernen Brandschutz-Konzepten und innovativen Lösungen.

„Herausforderung Entrauchung“ – unter diesem Titel haben kürzlich die Firmen Belimo, Bosch-Sicherheitssysteme, Schmidlin und Trox Hesco als Initianten zu einem halbtägigen Fachforum eingeladen. Über 160 Interessierte folgten der Einladung nach Olten und Winterthur.

Immer komplexere und höhere Bauten verlangen einerseits nach modernen Brandschutzkonzepten und andererseits auch nach innovativen und technischen Lösungen. Nur wenn die Entrauchung gesamtheitlich korrekt geplant und ausgeführt ist, können im Ereignisfall die Sichtverhältnisse gewahrt und so Leben gerettet werden. Die Initianten hatten deshalb einen durchgängigen Themenmix zusammengestellt: angefangen mit dem rechtlichen, normativen Teil, über den planerisch, organisatorischen Bereich bis hin zu den technischen Lösungen der Entrauchung und den integralen Tests.

Grund für den Anlass ist nicht zuletzt die Tatsache, dass sich auf regulatorischer Seite im Bereich der Entrauchung im Jahr 2015 einiges bewegt. Seit dem 1. Januar 2015 sind neue Brandschutzvorschriften in Kraft: Einerseits ging es um eine Optimierung des Kosten-Nutzen-Verhältnisses und andererseits um eine Liberalisierung – ohne Abstriche beim Personenschutz zu machen. Die Spielräume und Freiheiten sind demnach für Planer und Bauherren grösser geworden, gestiegen ist aber die Verantwortung. Die neuen Brandschutzvorschriften sind gesamtheitlich gesehen ein Gewinn und Vorteil für die Bauherrschaft.

Punkto Bauprodukteverordnung ist ebenfalls einiges im Gange. Auch dazu wurden die Teilnehmenden kompetent aufdatiert. Warum gerade das Thema Entrauchung in den halbtägigen Fachforen bewusst gewählt wurde, zeigt sich auch laufend an den Ergebnissen am Markt. Denn es ist offensichtlich eine Diskrepanz zwischen dem eigentlichen Soll- und dem effektiven IST-Zustand auszumachen. Woran mag dies liegen? Das Schlussbouquet, ein Referat von Bernd Konrath, geschäftsführender Gesellschafter des Instituts für Industrieaerodynamik in Aachen, zeigte sehr gut auf, wo Handlungsbedarf auszumachen und Optimierungspotenzial vorhanden ist.

Mehr Infos zu den Initianten des Fachforums:

www.belimo.ch

www.bosch-sicherheitssysteme.ch

www.schmidlinag.ch

www.troxhesco.ch

Gerichtsurteile suchen

Die Suchmaschine NRGlex konsultiert gemäss Betreiber rasch und kostengünstig Urteile aller kantonalen und eidgenössischen Gerichte.

NRGlex sucht Gerichtsurteile in der Schweiz.

Die semantische Suche sei ein Versuch, die Grenzen der Technologie der traditionellen Suchmaschinen zu überwinden (syntaktisch, wie die Bekanntesten im Internet), die nur die einzelnen Wörter innerhalb eines Textes ermitteln, ohne sich mit dem Kontext zu befassen, in dem diese verwendet werden: Dies setze voraus, dass genau dieselben Worte eingesetzt werden, die im Originaldokument verwendet wurden, heisst es.

Mit der Suchmaschine NRGlex kann man Sätze entweder auf Deutsch, Französisch oder Italienisch eingeben. Das Tool sei ein nützliches Instrument für Anwälte, Notare, Konzerne, Krankenhäuser, sowie kommunale und kantonale Behörden, heisst es.

Ins Leben gerufen wurde das Tool von einer Gruppe von Rechtswissenschaftlern und Informatikern.

Ein Notfall-Beatmungsgerät, das spricht

Ein neues Notfall-Beatmungsgerät spricht mit Laienhelfern, um diesen beim Einsatz zu helfen.

Das Notfallbeatmungsgerät soll künftig die Mund-zu-Mund-Beatmung ersetzen.

Forscher der Universität Rostock (Deutschland) haben gemeinsam mit dem Unternehmen Sensatronix GmbH ein Notfall-Beatmungsgerät entwickelt, dass die Nothelfer bei ihren Bemühungen, Leben zu retten, sprachlich unterstützt.

Dieses Gerät soll, anders als die bisher üblichen Beatmungsgeräte, autark arbeiten, also unabhängig von einer festen Gas-und Stromversorgung und durch Laien bedienbar sein.

Der geplante Einsatzbereich ist mit dem der automatisierten externen Defibrillatoren vergleichbar, welche heutzutage an vielen öffentlichen Plätzen für den Notfall bereit stehen. Diese Geräte regeln automatisch die Zufuhr und Dosierung eines elektrischen Schocks und stellen somit einem ungeschulten Ersthelfer ein nützliches Hilfsmittel bei Herz-Kreislaufversagen zur Seite.

Das neuartige Laiennotfallbeatmungsgerät soll die Mund-zu-Mund-Beatmung ersetzen und einen Patienten im Ernstfall rasch und zuverlässig mit Sauerstoff versorgen. Dem Ersthelfer werden, ähnlich wie beim Laiendefibrillator, akustische Anweisungen zur Unterstützung gegeben. In beiden Fällen steigert die frühe Hilfe die Überlebenschancen eines Patienten maßgeblich. Und: Durch den Einsatz dieser automatisierten Geräte können Laien-Ersthelfer am Patienten keinen grösseren Schaden verursachen, als er ohne den Einsatz der Geräte entstehen würde.

Cyber-Angriffe in Echtzeit anzeigen

Eine Weltkarte markiert weltweit Cyber-Angriffe und liefert Herkunftsland, Zielland und Angriffstyp mit Tagesstatistiken.

cyber-angriffe-in-echtzeit-anzeigen-it-security

Die rasante Geschwindigkeit und das globale Ausmass von Cyber-Angriffen ist kaum fassbar. Ein Instrument soll für mehr Klarheit sorgen: Der Sicherheitsanbieter Check Point liefert mit der „ThreatCloud World Cyber Threat Map“ Bedrohungsdaten und Angriffstrends aus einem weltumspannenden Netz von Bedrohungssensoren. Die entsprechende Datenbank enthält gemäss Angaben über 250 Millionen auf Bot-Erkennung untersuchte IP-Adressen, über elf Millionen Malware-Signaturen und über 5,5 Millionen infizierte Webseiten. Täglich würden mit dem Map-Tool Millionen Arten von Malware identifiziert. Zudem zeige das Instrument die wichtigsten täglichen Bedrohungsstatistiken an, darunter:

  • Die zehn führenden Länder, von denen Angriffe ausgehen
  • Die zehn führenden Länder, die Ziele der Angriffe sind
  • Angriffsarten (Bot-Kommunikation, Zugang zu bösartigen Ressourcen, bösartiger Dateitransfer, Spams)
  • Tägliche Gesamtangriffszahl
  • Länderspezifische Daten, die Infektionsmittelwerte und die gängigsten Angriffsarten pro Woche und Monat ausweisen

Schnell eingekesselt

Eine kurze Bilanz des 1.-Mai-Festes in Zürich.

Wie jedes Jahr war auch am diesjährigen 1.-Mai-Fest, am Tag der Arbeit, nach dem offiziellen Anlass eine „Nachdemo“ in Zürich angesagt. Kurz nach 15 Uhr versammelten sich auf dem Helvetiaplatz eine grössere Zahl von teilweise Vermummten. Die Polizeikräfte zeigten starke Präsenz und hatten in Windeseile die umliegenden Strassen abgeriegelt und die Demonstranten eingekesselt. Die Ordnungshüter liessen sich durch vereinzelte Stein- und Flaschenwürfe nicht provozieren – Ausschreitungen konnten verhindert werden. Unter starkem Polizeischutz stand der Zürcher Hauptbahnhof sowie verschiedene kantonale Gebäude.

Anders als etwa in Istanbul, Hamburg oder Mailand ging das traditionelle Volksfest im Zürcher Zeughausareal, aber auch anderswo in der Schweiz, friedlich über die Bühne. Die Zusammenarbeit zwischen der Polizei und dem 1.-Mai-Komitee sowie dem Gewerkschaftsbund verlief gut, wie der Mediendienst der Kantonspolizei Zürich schreibt. Laut Mitteilung wurden 58 Personen primär zwecks Identitätsabklärung festgenommen und mehrheitlich wieder entlassen. Zudem habe man mehrere Wegweisungen ausgesprochen. Bei einzelnen Personen seien verbotene pyrotechnische Gegenstände, Vermummungsmaterial, Schlagstöcke, aber auch ein selbstgebastelter Sprengsatz sichergestellt worden.  Quelle: Stapo/SF

Blick auf den Helvetiaplatz, wo ein Feuerchen entfacht wird. Fotos: R. Strässle

Drittens: Transaktionsstruktur und Bewertung von Dorma+Kaba

Wie sieht die neue Holding Dorma und Kabe aus? Wer bringt was ein und wie sehen die neuen Beteiligungsverhältnisse aus?

Christine Mankel, Dorma-Familienaktionärin
Christine Mankel, Dorma-Familienaktionärin
Christine Mankel, Dorma-Familienaktionärin
Christine Mankel, Dorma-Familienaktionärin

Beteiligungsverhältnisse:

Kaba mit 52,5% und Dorma (Familie Mankel/Brecht-Bergen) mit 47,5%

Nach Genehmigung des Zusammenschlusses durch die Kaba-Aktionäre – die ausserordentliche Generalversammlung findet am 22. Mai statt – zeichnet die Eigentümer­fami­lie von Dorma, die Familie Mankel/Brecht-Bergen, 380‘000 Namen­aktien im Nenn­wert von je 0,10 Fr. aus dem ge­nehmigten Kapital von Kaba. Der Preis be­trägt gemäss Angaben 178,4 Mio. Fr., ent­spre­chend dem durchschnitt­li­­chen volu­men­ge­wich­teten Kurs der Kaba Aktie von 519,45 Fr. wäh­rend der letz­ten 90 Han­dels­tage (per 28. April 2015 nach Börsenschluss) minus 50 Fr. pro Aktie als Kom­pen­sa­tion für die feh­lende Be­rech­­tigung der neuen Aktien zum Erhalt der ge­planten Sonder­divi­den­de. Nach dieser Kapitaler­hö­hung halten die Familie Mankel/Brecht-Bergen 9,1% und die bestehenden Familien­aktionäre von Kaba 18,2% an der Kaba Hol­ding.

Bei Vollzug des Zusammenschlusses bringt die Kaba Holding ihre operativen Aktivitäten in die heutige Dorma Holding ein, in der das operative Geschäft zusammengeführt wird, und erhält daran einen kontrollie­ren­­den Anteil von 52,5%. Familie Mankel/Brecht-Bergen wird entsprechend 47,5% an der heu­ti­gen Dorma Holding bzw. am kombi­nierten Ge­schäft halten.

Die dereinst an der Schweizer Börse kotierte Holding dorma+kaba werde als Dach­ge­sell­schaft der neuen Gruppe deren strategi­sche, ope­­ra­­tive und finanzi­el­le Führung wahr­neh­men und das kom­binierte Geschäft voll kon­so­li­die­ren.

Wie sieht die Bewertung aus?

Dorma und Kaba weisen gemäss Angaben zunächst gleich­wertige Bewertungen auf. Aufgrund der vereinbarten Transaktionsstruktur wird Dorma zu einem EV/Ebitda-Multiplikator von 10,1 und Kaba von 12,2 in das gemeinsame Unternehmen eingebracht. Unter Berücksichtigung der bei Kaba Holding verblei­ben­den liquiden Mittel von ungefähr 190 Mio. Fr. resultieren daraus die Beteiligungs­­verhältnisse am kombinierten Geschäft von 52,5% von Kaba bzw. 47,5% von Familie Mankel/Brecht-Bergen. Eine un­abhängige Fairness Opi­ni­on von N+1 Swiss Capital zu Händen des Verwal­tungs­rates von Kaba Holding bestätigt, dass die anvi­sier­ten Eigentumsverhältnisse aus finan­zieller Sicht fair sowie ausgewogen sind, wie es heisst.

Für die Abgabe der Mehrheit an ihrem Geschäft erhält Fa­mi­lie Mankel/Brecht-Bergen das Recht, im Falle eines Kon­troll­wech­sels von dorma+kaba Hol­ding Anteile an der heutigen Dorma Holding zum Markt­wert zuzukau­fen, um de­ren Mehr­heit wieder zu erlangen. Die Aktionäre von dorma+kaba Holding können dieses Recht bei einem bevor­ste­henden Kon­troll­wechsel bis Ende 2018 mit einer Dreiviertelmehrheit und ab dem Jahr 2019 mit einfa­cher Mehrheit auf­heben.

Starke Ankeraktionärsgruppe

Die Familienaktionäre von Dorma und Kaba, die nach Genehmigung zusammen 27,3% an der neuen Holding dorma+kaba halten, werden eine starke Ankeraktionärs­gruppe bilden und haben einen lang­fristigen Pool­ver­trag un­ter­zeich­net, wie das Duo hervorhebt. Die zwei Partner haben sich unter anderem ge­gen­sei­ti­ge Vorkaufsrechte ein­ge­räumt und verpflich­ten sich zudem, ein Aktien­paket von 27% oder grösser nur dann an einen Dritten zu verkaufen, wenn dieser allen Aktionären ein öffent­liches Über­nah­meange­bot zum sel­ben Preis pro Aktie unterbreitet.

Christine Mankel und Stephanie Brecht-Bergen (geborene Mankel), Gesellschafterinnen von Dorma: „Wir nehmen unse­re Verpflichtung als Familienunternehmer wahr und wollen die neue Gruppe als lang­fris­tig orientierte Ankeraktionäre begleiten. In­dem wir neue Aktien von Kaba zeich­nen, erhöhen wir gleichzeitig unser unternehmerisches Engagement.“

Zweitens: Kaba führt ausserordentliche GV durch

Der Mega-Deal in der Sicherheitsbranche ist noch nicht unter Dach und Fach: Kaba führt deshalb am 22. Mai 2015 eine ausserordentliche Generalversammlung durch.

Riet Cadonau, heutiger CEO von Kaba, ist als CEO der neuen Gruppe dorma+kaba nominiert.
Riet Cadonau, heutiger CEO von Kaba, ist als CEO der neuen Gruppe dorma+kaba nominiert.

An der ausserordentlichen Generalversammlung der Kaba steht die Genehmigung des Zu­sam­men­schlusses von Dorma und Kaba an. Die Aktionäre und insbesondere die Nicht-Ankeraktionäre sind eingeladen zu bestätigen, dass im Rahmen der vorliegenden Transaktion keine Angebotspflicht entsteht (auf die vorliegende Transaktion beschränktes „Opting-out“), wie Kaba schreibt. Weiter beantragt der Ver­waltungsrat die Aufhebung der heutigen Aktien­über­tra­gungs- und Stimmrechtsbe­schrän­kun­gen von 5% sowie wei­tere Statutenänderungen. Zudem wird der Antrag gestellt, den Aktionären eine Son­der­­divi­den­de aus Reser­ven aus Kapital­einlagen in Höhe von 50 Fr. pro Aktie auszu­schütten. Dies ent­spricht gemäss Angaben etwa dem Um­fang der Mittel, die der Gesellschaft im Rah­men der Kapitalerhöhung aus dem ge­nehmigten Kapi­tal zufliessen werden.

Zur Zuwahl in den Verwaltungsrat der künftigen dorma+kaba Holding werden Christine Mankel und Stepha­nie Brecht-Bergen, die Gesellschafterinnen von Dorma, sowie Hans Gummert, Vor­­sitzen­der des Aufsichts­rates von Dorma, vorgeschlagen. Thomas Pleines, seit 2011 Mit­glied des Kaba-Verwal­tungs­­rates, habe sich bereit erklärt, aus dem Gremium zurück­zutreten.

Die Beschlüsse der ausserordentlichen Generalversammlung treten mit dem Vollzug des Zusammen­schlusses in Kraft. Dieser ist – vorbehältlich der Zustimmung der Aktionäre und der Wett­bewerbs­be­hörden sowie weiterer üblicher Bedingungen – im dritten Quartal 2015 vorgesehen, wie es abschliessend heisst.

In der neusten Ausgabe der Fachzeitschrift „SicherheitsForum“ ist ein Interview mit dem CEO der Kaba-Gruppe, Riet Cadonau, zu lesen. Die Redaktion hat dieses Gespräch vor Bekanntgabe der Fusion von Kaba und Dorma geführt.

 

Erstens: Mega-Deal in der Sicherheitsbranche

Die Schweizer Kaba Holding AG mit Sitz in Rümlang und das deutsche Familien­unternehmen Dorma Holding wollen fusionieren. Entstehen würde die Gruppe dorma+kaba. Eine entsprechende Transaktionsvereinbarung wurde gestern Abend unterzeichnet. Der Deal muss noch von den Aktionären abgesegnet werden.

VR-Präsident der neuen Holding wird Ulrich Graf, heutiger VR-Präsident von Kaba.
VR-Präsident der neuen Holding wird Ulrich Graf, heutiger VR-Präsident von Kaba.

Für Ulrich Graf, VR-Präsi­dent von Kaba, ist klar: „Durch die Verbindung der beiden starken Marken Dorma und Kaba entsteht ein führendes Unternehmen der Sicherheitsindustrie. Die Aktionäre stehen für eine langfristige Ausrichtung – auch das ist in unserer dynamischen Branche ein echter Wettbewerbsvorteil.“ Dorma bietet Zugangslösungen an und gehört in der Automatik-, Glasbeschlags- und Türschliesstechnik zu den Marktführern. Gleiches gilt für Kaba im Bereich Zutritts­kontrolle, Betriebsdatenerfassung und Schlüsselsysteme.

Es entsteht die globale Top 3 in der Sicherheits- und Zutritts-Liga.

Mit einem Pro-Forma-Umsatz von mehr als 2 Milliarden Franken, rund 16‘000 Mitarbeitenden sowie Standorten in 53 Ländern rücken die zwei fusionierten Unternehmen mit der neuen gemeinsamen Holding in die globalen Top 3 des stark fragmentierten Marktes für Sicherheits- und Zutrittslösungen auf. Hans Gummert, Vorsitzender des Aufsichtsrates von Dorma: „Mit dem Zusammenschluss unserer weltweit etablierten Unternehmen stärken wir un­se­re Markt­position erheblich. Wir teilen nicht nur eine über hun­dert­jährige unternehme­ri­sche Tradition und die glei­chen Werte, sondern stimmen auch in unseren Strategien weit­­gehend überein.“

Dorma und Kaba passen ideal zusammen

Die technologische Kompetenz, die Produkte sowie die Vertriebskanäle von Dorma und Kaba würden sich ideal ergänzen, heisst es. Über das gemeinsame Distributions- und Servicenetzwerk, Cross-Selling und die Positionierung als „One-Stop-Shop“ rund um Sicherheit und den Zutritt zu Gebäuden erschliesse sich dem kombinierten Unternehmen erhebli­ches zusätzliches Wachstumspotenzial. Thomas P. Wagner, CEO von Dorma: „Gemeinsam mit Kaba machen wir einen grossen Schritt nach vorne. Wir erweitern unsere Angebotspalette, stärken unsere globale Präsenz und erhöhen unsere Innovationskraft. So können wir Möglichkeiten, die uns Megatrends wie die Urbanisie­rung und die Digitalisierung bieten, schneller und besser nutzen.“

dorma+kaba wird über Produktionsstätten in allen wichtigen Märkten der Industrie verfügen und mit der verstärkten Präsenz insbesondere in Europa, Amerika und Asien-Pazifik die weltweite Expansion beschleu­ni­gen, wie betont wird.

Substanzielle Wertsteigerung

Riet Cadonau, CEO von Kaba: „Dorma und Kaba sind in jeder Hin­sicht Wunschpartner und ein über­zeugender strategischer Fit. Mit dem geplanten Zusammen­schluss schaffen wir zusätzliche Chancen für nachhaltiges profitables Wachstum – mit ent­sprechen­dem Mehr­wert für unsere Kunden, Partner, Mitar­beiter und Aktionäre.“

Über die nächsten vier Jahre strebt das neue Duo ein Um­satz­­wachs­­tum von 6 bis 7% (in Lokalwährungen) pro Jahr an. Auf­grund höhe­rer Ein­kaufs­volumi­na, optimierter Infra­struk­tur­kos­ten sowie Effi­zienz­­steigerun­gen wird mit Kosten­synergien von 60 bis 70 Mio. Fr. pro Jahr ge­rechnet, die im vierten Jahr nach dem Zusammen­schluss voll wirksam wer­­den sollen, wie es heisst. Die einma­ligen Imple­men­tierungs­kosten würden insgesamt in Hö­he der vollen Kosten­syner­gien für ein Jahr ver­anschlagt.

Wer wird was in der neuen Gruppe?

Ulrich Graf, der heutige Verwaltungsratsprä­si­dent von Kaba, wird den Verwal­tungs­rat der neuen Gruppe präsi­die­ren. CEO soll Riet Cado­nau, der jetzige CEO von Kaba, werden. De­signierter CFO ist Bernd Brinker, CFO von Dorma. Die Füh­rungsgre­mien der Grup­pe sollen möglichst aus­ge­wogen besetzt werden, wie die Verantwortlichen verlauten lassen.

Die Standorte sowohl in Rüm­lang als auch in Enne­petal, Deutschland, werden im gemein­samen Unter­neh­men eine wichtige Rolle spielen. Rümlang wird Unternehmenssitz der dorma+kaba Holding sein, während in Ennepetal als Sitz der künf­tigen Division „Access Solutions DACH“ das Geschäft für die deutsch­spra­chi­gen Län­der ver­antwortet werden wird.

Die Fusion bringt auch eine Fusion an Arbeitsplätzen mit sich: Die Rede ist von einem Stellenabbau von insgesamt rund 5% der Belegschaft, verteilt über vier Jahre.

Weitere Informationen zur Transaktionsstruktur und Bewertung sowie den Beteiligungsverhältnissen zwischen Kaba und der Dorma Eigentümerfamilie sind hier erhältlich.

Der Mega-Deal muss noch von den Aktionären an einer ausserordentlichen Generalversammlung der Kaba abgesegnet werden.

CFO der neuen Holding wird Bernd Brinker, heutiger CFO von Dorma. CEO der neuen Holding wird Riet Cadonau, heutiger CEO von Kaba.

 

 

Neues Epidemiengesetz: Kein Impfzwang

Der Bundesrat beschliesst die Inkraftsetzung des Epidemiengesetzes per 1. Januar 2016. Einen Impfzwang sieht das Gesetz nicht vor.

Mit dem Epidemiengesetz können übertragbare Krankheiten besser bekämpft werden.
Mit dem Epidemiengesetz können übertragbare Krankheiten besser bekämpft werden.

Die Epidemienverordnung beschreibt die gesetzlichen Bestimmungen zur Bekämpfung übertragbarer Krankheiten des Menschen. Die Verordnung über mikrobiologische Laboratorien legt die Voraussetzungen und das Verfahren fest, um eine Bewilligung für den Betrieb solcher Laboratorien zu erhalten. Die Anhörung zu den Verordnungen dauerte von Juli bis Oktober 2014. Die Stellungnahmen sind in einem Anhörungsbericht zusammengefasst.

60 % der Stimmenden haben der Revision des Epidemiengesetzes im September 2013 zugestimmt. Die Zuständigkeiten von Bund und Kantonen sind künftig genauer geregelt. Der Bund erhält eine stärkere Rolle bei der Führung, der Zielfestlegung, der Aufsicht und der Koordination, während die Kantone für den Vollzug zuständig bleiben. Dadurch können Krisensituationen effizienter vorbereitet und besser bewältigt werden. Zudem lassen sich Epidemien wirksamer bekämpfen.

Das neue Gesetz schafft auch die Voraussetzungen, um schweizweit einheitliche, effiziente Massnahmen zur Verhütung, Überwachung und Bekämpfung von Antibiotikaresistenzen sowie Infektionen in Spitälern und Pflegeheimen zu ergreifen. Einen Impfzwang sieht es nicht vor.

10 Jahre MELANI

Die Melde- und Analysestelle MELANI ist zehn Jahre alt und hat ihren 20. Halbjahresbericht veröffentlicht: Er zeigt nicht nur die wichtigsten Ereignisse der letzten Monate auf, sondern wirft auch einen Blick auf die Entwicklung der Internetkriminalität des letzten Jahrzehnts.

10-jahre-melani-it-security

In den letzten zehn Jahren ist die Zahl der Internetnutzer, aber auch die Anzahl an Plattformen und Diensten enorm gestiegen. Neue Dienste und Anwendungen schufen zusätzliche Gelegenheiten, Schwachstellen zu finden und auch auszunutzen. Dies wirkte sich auch auf die kriminellen Strukturen aus und wurde entsprechend ausgenutzt. So hat sich in den letzten Jahren ein wahrer Untergrundmarkt entwickelt, auf dem alles beschafft werden kann, um einen Angriff durchzuführen. Auch verschiedene Staaten haben heutzutage ein grosses Interesse, das Internet für Spionage- und Überwachungsmethoden einzusetzen. Im Vergleich zum ersten MELANI-Halbjahresbericht aus dem Jahr 2005 stellt man allerdings fest, dass die Themen weitgehend dieselben sind: Schon damals standen gezielte Spionageangriffe, Phishing, DDoS, Defacements und Social Engineering im Fokus.

Neue erpresserische Schadsoftware

In der zweiten Hälfte des vergangenen Jahres ist die Landschaft der erpresserischen Schadsoftware noch vielfältiger geworden. Nach dem Verschlüsselungstrojaner Cryptolocker ist eine neue Schadsoftware mit dem Namen Synolocker aufgetaucht. Bezeichnend für Synolocker ist, dass die Angreifer lediglich eine Sicherheitslücke in einem bestimmten Dateiserver ausnutzen mussten, um eine Infektion auszulösen. Die Infektion bei Cryptolocker war aufwändiger, da erst durch die Interaktion des Benutzers der Trojaner eingeschleust werden konnte. Mit dem Trojaner dringen Angreifer in Systeme ein und verschlüsseln die Daten, um von den Opfern Geld zu erpressen.

Eine neue erpresserische Tendenz geht zudem in die Richtung, dass sich Hacker Zugriff auf sensible Daten verschaffen und dem betroffenen Unternehmen mit der Veröffentlichung drohen, wenn nicht ein bestimmter Betrag bezahlt wird. In anderen Fällen wird sogar die gesamte Datenbank eines Internetauftritts verschlüsselt, wodurch die Website unbrauchbar wird, bis der erpresste Betrag überwiesen ist.

Schlecht geschützte Systeme

Auf den ersten Blick hinterlassen Angriffe auf schlecht geschützte Systeme wie Webcams, Funknetzwerke oder Content Management Systeme zum Erstellen von Websites nur einen Schaden für den Betreiber oder Inhaltsverantwortlichen. Oftmals geht dabei vergessen, dass kompromittierte Systeme für Phishing-Angriffe, das Verteilen von Schadsoftware oder für den Versand von Spam, auch mit verseuchten Anhängen oder Links auf schadhafte Websites, missbraucht werden können. Der vorliegende Halbjahresbericht nennt konkrete Beispiele und gibt Empfehlungen, wie drohenden Gefahren vorgebeugt werden kann.

Smart und sicher?

Der Trend, Gebrauchsgegenstände, Autos und Häuser aus der Ferne mittels Smartphone zu bedienen, steigt stetig an. Sogar die Befindlichkeit des Menschen wird durch den Einsatz von Gesundheits-Apps ins Internet getragen. Doch mit all den Bequemlichkeiten geht einher, dass man dadurch auch den Gefahren und Risiken des Internets ausgesetzt ist und sich entsprechend schützen sollte. Der zweite Halbjahresbericht für das Jahr 2014 MELANI gibt Einblick in die möglichen Bedrohungen in der neuen smarten Welt.

Presseinformation MELANI

 

Die Themen sind weitgehend dieselben geblieben: Spionageangriffe, Phishing, DDoS, Defacements, Social Engineering.
(MELANI)

 

Gefährlicher Gütertransport analysiert

Das Bundesamt für Verkehr (BAV) hat analysiert, wo Transporte gefährlicher Güter auf dem Schweizer Schienennetz zu Umweltrisiken führen können. Kürzlich wurde die Grobanalyse mit den Erkenntnissen veröffentlicht.

Transport gefährlicher Güter auf der Schiene: Erstmals wurden Umweltrisiken analysiert.
Transport gefährlicher Güter auf der Schiene: Erstmals wurden Umweltrisiken analysiert.

Bei Streckenabschnitten mit erhöhten Risiken müssen die Bahnen in enger Zusammenarbeit mit den Behörden weitere Abklärungen treffen, wie das BAV schreibt. Wo nötig, müssen sie Massnahmen zur Risikominderung prüfen und umsetzen.

Verkehrswege, auf denen gefährliche Güter transportiert werden, unterstehen der Störfallverordnung. Diese schreibt Sicherheitsmassnahmen zum Schutz der Bevölkerung und der Umwelt vor. Während die Risiken für die Bevölkerung schon seit längerem erhoben werden, hat das BAV in enger Zusammenarbeit mit den Bahnen jetzt auch die Risiken für die Umwelt erstmals systematisch aufgearbeitet und in einem Bericht dokumentiert. Gemäss BAV übernimmt die Schweiz damit europaweit eine Vorreiterrolle.

Der Bericht zeigt, auf welchen Streckenabschnitten erhöhte Risiken durch die Verunreinigung von Grund- und Oberflächengewässern bestehen. Die Umweltrisiken wurden anhand von charakteristischen wasserschädigenden Stoffen mit unterschiedlichem Verhalten analysiert. Auf dem 3652 Kilometer langen Normalspurnetz sind bezüglich Oberflächengewässer vertieft zu prüfende Abschnitte von total 42 und beim Grundwasser von total 10 Kilometern Länge ermittelt worden. Die Bahnen werden nun gemeinsam mit dem BAV, dem Bundesamt für Umwelt und den kantonalen Störfallfachstellen die betroffenen Abschnitte analysieren. Wo nötig, wird die Umsetzung risikosenkender baulicher oder organisatorischer Massnahmen geprüft, wie zum Beispiel Schieber in der Entwässerung.

Tag des Lärms: Ruhezeiten einhalten!

Wer nicht genug schläft, ist weniger leistungsfähig und anfälliger auf Unfälle. Der heutige Tag des Lärms ruft deshalb zur Rücksicht der Nachtschwärmer gegenüber der Anwohner auf.

Nächtlicher Lärm raubt den Schlaf - und das kann gefährlich sein.
Nächtlicher Lärm raubt den Schlaf – und das kann gefährlich sein.

Der heutige Tag des Lärms ruft dazu auf, auch im Ausgang auf die Schlafbedürfnisse der Anwohner Rücksicht zu nehmen.

So sollen Nachtschwärmer sich draussen während der Nachtruhezeiten von 22 und 6 Uhr ruhig verhalten, insbesondere beim Rauchen vor der Tür oder beim Verlassens des Lokals. Auch die Veranstalter und Betriebe sind gefragt: Musik und laute Filme sollen während dieser Zeit drinnen stattfinden.

Dies dient nicht nur der Lebensqualität der Anwohner, sondern auch deren Gesundheit und Sicherheit: Einerseits ist ausreichend Schlaf laut Studien unabdingbar für die physische und psychische Gesundheit. So steigt bei andauerndem Schlafmangel zum Beispiel das Risiko für Diabetes und Depression, zudem macht zu wenig Schlaf Bemühungen, Gewicht zu verlieren, zunichte.

Auf der anderen Seite steigt mit der Müdigkeit auch das Unfallrisiko: Sei es auf dem Arbeitsweg, in der Freizeit oder bei der Arbeit selbst. So zeigt ein Studie aus Österreich, dass jeder dritte Verkehrs- und Arbeitsunfall durch Schlafmangel verursacht wurde. Das  zeigt deutlich: Schlafqualität ist keine Bagatelle.

get_footer();