Tätigkeitsbericht veröffentlicht

Der aktuelle Tätigkeitsbericht der Eidgenössische Kommission für nukleare Sicherheit liegt vor.

Die Eidgenössische Kommission für nukleare Sicherheit (KNS) hat ihren Tätigkeitsbericht 2014 veröffentlicht. Neben Aufgaben im Zusammenhang mit der Entsorgung radioaktiver Abfälle befasste sich die KNS mit Überprüfungen im Bereich des Notfallschutzes, welche 2012 vom Bundesrat beschlossen worden waren.

Im Jahr 2012 hatte der Bundesrat auf Empfehlung der „Interdepartementalen Arbeits­gruppe zur Überprüfung der Notfallschutzmassnahmen bei Extremereignissen in der Schweiz“ (IDA NOMEX) verschiedene Massnahmen im Bereich des Notfallschutzes beschlossen. In diesem Kontext kommentiert die KNS im Berichtsjahr die Ergebnisse der Überprüfung der Referenzszenarien sowie des Zonenkonzepts.

Im Rahmen des Sachplanverfahrens geologische Tiefenlager nahm die KNS an den soge­nannten Zwischenhalt-Fachsitzungen zur Beurteilung des erreichten geologischen Kenntnis­stands in den möglichen Standortgebieten teil und hielt ihr Fazit zuhanden des Eidgenössischen Nuklearsicherheitsinspektorats (ENSI) fest.

Weitere Tätigkeiten umfassten unter anderem die Stellungnahme zum Tätigkeits- und Geschäftsbericht 2013 des ENSI-Rats sowie die Kommentierung von drei Richtlinienentwürfen des ENSI.

(Pressemeldung ENSI)

Einweghandtücher bieten beste Hygiene

Eine Studie zeigt, dass Einweghandtüchern beim Händetrocknen weniger Keime verbreiten als andere Methoden.

Saubere Hände - und nun? Wer möglichst wenig Keime an den Händen will, greift zu Einweghandtüchern.
Saubere Hände – und nun? Wer möglichst wenig Keime an den Händen will, greift zu Einweghandtüchern.

Einweghandtücher

Eine neue vom European Tissue Symposium (ETS) in Auftrag gegebene Studie der University of Westminster hat ergeben, dass das Händetrocknen mit Einweghandtüchern die Verbreitung von Keimen in der Luft und das Infektionsrisiko verringert. Das könnte dazu beitragen, die Hygiene in Waschräumen zu verbessern.

Die vom führenden Mikrobiologen Keith Redway durchgeführte Studie hat die mögliche mikrobiologische Kontamination durch das Händetrocknen sowie das potenzielle Risiko der Verbreitung von Keimen in der Luft, insbesondere bei nicht optimalem Händewaschen, untersucht. Anhand von vier unterschiedlichen Methoden des Händetrocknens und von drei verschiedenen Testmodellen wurden die Unterschiede zwischen den Trocknungsmethoden und deren mögliche Auswirkungen auf die Ausbreitung von Keimen von den Händen der Anwender auf andere Personen in öffentlichen Waschräumen und im Umfeld der Waschräume ermittelt.

Zu diesem Zweck wurden Papierhandtücher, ein Stoffhandtuchspender, ein Warmluftgebläse und ein Jet-Händetrockner miteinander verglichen. Zum Einsatz kamen ein Testmodell mit einem Säureindikator mit Zitronensaft, ein Testmodell mit Hefe sowie ein Testmodell, bei dem die bakterielle Übertragung von den Händen beim Waschen ohne Seife bestimmt wurde. Die Studie, wurde im März 2015 im „Journal of Hospital Infection“ veröffentlicht.

Das Ergebnis: Der Jet-Händetrockner hat die Flüssigkeit weiter und über eine grössere Entfernung – bis zu 1,5 m – von den Händen verteilt, als es bei den anderen Methoden des Händetrocknens der Fall war. Auch hat der Jet-Händetrockner bei jedem der Testmodelle sowohl in der Nähe als auch in grösserer Entfernung die Keime am stärksten in der Luft verteilt.

Die am Trockengerät ermittelten Werte ergaben im Durchschnitt 59,5 Hefekolonien beim Jet-Händetrockner im Vergleich zu durchschnittlich nur 2,2 Hefekolonien bei Nutzung von Papierhandtüchern. In einer Entfernung von 0,2 m wurden bei Jet-Händetrocknern 67 Kolonien gezählt, während es bei Papierhandtüchern nur 6,5 Kolonien waren. In einem Abstand von 1,5 m fanden sich beim Jet-Händetrockner 11,5 Kolonien, verglichen mit null Kolonien bei Papierhandtüchern.

Die vollständige Studie ist hier zu finden (in Englisch).

Neuausrichtung der IT & Business stösst auf Zustimmung

Zahlreiche IT-Anbieter befürworten die Entscheidung der Messe Stuttgart, die IT & Business, DMS EXPO und CRM-expo unter dem Namen „IT & Business – Fachmesse für digitale Prozesse und Lösungen“ im L-Bank Forum zusammenzuführen.

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Gemäss Mitteilung sehen die Befragten die Vorteile in der Schärfung des Profils, der Vereinfachung der Kommunikation und den verbesserten Möglichkeiten, den Nutzen von Business-IT abzubilden. Dazu wird es auch in diesem Jahr ein umfassendes Rahmenprogramm geben, für das der Messeveranstalter bereits Themen mit seinen Partnern definiert hat. Die IT & Business findet vom 29. September bis 1. Oktober 2015 statt.

„Das positive Feedback, das wir von den Ausstellern erhalten haben, bestärkt uns in der Konzeptionierung der neuen IT & Business“, sagt Gunnar Mey, Abteilungsleiter Industrie bei der Messe Stuttgart. „In den kommenden Wochen werden wir daran arbeiten, das Konzept konsequent umzusetzen und somit die Grundlage für einen erfolgreichen Messeverlauf für unsere Besucher und Aussteller zu schaffen.“

Radiumverseuchte Arbeitsplätze sollen bis 2019 verschwinden

Zukünftig sollen in der Schweiz keine Personen mehr in Räumen arbeiten oder wohnen, die mit Radium belastet sind.

In der Uhrenindustrie wurden früher radiumhaltige Leuchtfarben verwendet. Gewisse Räume sind nach wie vor belastet.
In der Uhrenindustrie wurden früher radiumhaltige Leuchtfarben verwendet. Gewisse Räume sind nach wie vor belastet.

Zukünftig sollen in der Schweiz keine Personen in Räumen wohnen oder arbeiten, in denen eine unzulässige und gesundheitsgefährdende Strahlenbelastung durch Radium besteht. Das ist das Ziel des Aktionsplans Radium 2015-2019, den der Bundesrat gutgeheissen hat. Er stellt für Radioaktivitätsmessungen und Sanierungsarbeiten bis zu fünf Millionen Franken zur Verfügung.

Der Aktionsplan sieht vor, potentiell mit Radium kontaminierte Stellen ausfindig zu machen, diese zu messen und, wo nötig, zu sanieren. Ein Teil des Aktionsplans befasst sich zusätzlich mit der Überwachung von Deponien, wo radiumhaltige Abfälle gelagert sein könnten. Der Plan wird regelmässig überprüft werden.

Im Juni 2014 wurde eine Adressliste von Gebäuden veröffentlicht, in denen sich früher Leuchtfarben-Setzateliers der Uhrenindustrie befanden. Um eine Gesundheitsgefährdung der heutigen Bewohnerinnen und Bewohner auszuschliessen, hat das BAG zusammen mit der Suva in den letzten Monaten Radioaktivitätsmessungen durchgeführt. Die Messungen haben in der Stadt Biel begonnen, wo auch bereits erste Pilotsanierungen durchgeführt wurden. Es folgen nun weitere Messungen im Jurabogen. Die Messungen sind Teil des vom BAG ausgearbeiteten Aktionsplans Radium 2015-2019.

In der Uhrenindustrie wurden bis in die 1960er Jahre Zeiger und Zifferblätter mit radiumhaltigen Leuchtfarben bemalt. Diese Arbeiten wurden in Setzateliers oder in Heimarbeit ausgeführt. Nachdem aus gesundheitlichen Gründen auf die Verwendung der radioaktiven Farbe verzichtet wurde, kontrollierte die Suva die von ihr beaufsichtigten Werkstätten und sanierte die belasteten Orte. Die ehemaligen Heimarbeitsorte wurden jedoch nicht systematisch erfasst und dekontaminiert. Auf die ursprünglichen Verursacher der Kontaminationen kann in den seltensten Fällen zurückgegriffen werden, weil sie heute nicht mehr auffindbar sind oder nicht mehr existieren.

Tyco: Schlankheitskur für Niederlassung in Romandie

Tyco Integrated Fire & Security (Schweiz) AG wandelt die Niederlassung in Préverenges in ein Servicecenter um.

Das Leistungsspektrum in der Romandie wird noch Brandmeldeanlagen, Zutrittskontrolle, Sicherheitsbeleuchtung und Einbruchmeldeanlagen umfassen.

Tyco Schweiz plant eine Neuaufstellung in der Romandie. Der Anbieter von Sicherheits- und Brandschutzsysteme wird ab Sommer 2015 die Niederlassung in Préverenges schrittweise in ein Service Center umwandeln, wie das Unternehmen mitgeteilt hat. Damit konzentriert das Unternehmen das Leistungs- und Serviceportfolio in der Romandie auf Brandmeldeanlagen (BMA), Zutrittskontrolle (ZuKo), Sicherheitsbeleuchtung (ELS) und Einbruchmeldeanlagen (EMA). Offert-Anfragen zu Neuinstallationen von Brandmeldeanlagen sowie Zutrittskontroll-Anlagen würden ebenfalls vom neuen Service Center in Préverenges beantwortet, heisst es. Administrative Aufgaben werden zentral vom Tyco-Hauptsitz aus abgewickelt.

Durch die Neuaufstellung in der Romandie und damit Verschlankung der Organisation könne man durch zentralisierte Abläufe effizienter und bedarfsgerechter agieren, heisst es.

Pestizide: Gefahr für Arbeiter in Landwirtschaft und Garten

Pestizide stellen ein grösseres Gesundheitsrisiko das als gedacht. Besonders gefährdet sind Landwirte und Kleinkinder.

Insbesondere Personen, die mit Pestiziden arbeiten müssen, setzen sich einem Krankheitsrisiko aus.

Die Studie „Pestizide und unsere Gesundheit – die Sorge wächst“ der Umweltorganisation Greenpeace nährt die Befürchtung, dass Pestizide ein grösseres Risiko für die Gesundheit darstellt als erwartet.

Zwei Personengruppen sind dabei laut Studie besonders gefährdet: Zum einen Personen, die aufgrund ihres Berufs oft hohen Dosen von Pestiziden ausgesetzt sind – darunter fallen etwa Beschäftigte in der Landwirtschaft oder im Gartenbau. Bei ihnen sind zum Teil hohe Mengen an Herbi- und Fungiziden in den Haaren nachweisbar – selbst wenn sie sich vorschriftsgemäss schützen. Auch die Familien von Bauern sind dank ihrem Wohnort stärker belastet als andere. Eine hohe Pestizidexposition wird mit verschiedenen Krebserkrankungen in Zusammenhang gebracht, zudem kann das Nervensystem geschädigt werden. Dadurch steigt das Risiko für Erkrankungen wie Parkinson oder ALS (Amyotrophe Lateralsklerose), ausserdem können langfristige neurologische Störungen auftreten.

Die zweite Gruppe ist zwar Pestiziden nicht stärker ausgesetzt als andere, reagiert aber besonders empfindlich darauf: Babies und Kleinkinder. Die Gefährdung beginnt bereits im Mutterleib und kann zu Geburtsfehlern, Beeinträchtigung der geistigen Entwicklung und zu Kinderläukemie führen.

Greenpeace ruft dazu auf, auf die Verwendung von synthetischen Pestiziden in der Landwirtschaft zu verzichten. Dazu sollen die Vorschriften verschärft und die Forschung auf ökologische Landwirtschaft verlagert werden.

Radware: Team ergänzt

Das IT-Unternehmen Radware startet eine neue Verkaufsoffensive im deutschsprachigen Raum.

Tom Haak
Tom Haak

Tom Haak (48) verstärkt als neuer Sales Manager Grosskunden das Radware-Team in Deutschland und der Schweiz. Sein Eintritt bei Radware sei Teil der aktuellen Vertriebsoffensive des Unternehmens im deutschsprachigen Raum, so die Firma.

Seit 28 Jahren arbeitet Haak in der IT-Industrie, vor allem auf dem Gebiet der IT-Sicherheit. Entsprechend will er Radware auch in Deutschland und der Schweiz als führenden Lösungsanbieter für Anwendungssicherheit etablieren – eine Position, die das Unternehmen weltweit bereits innehat, wie mitgeteilt wird.

Das erste selbstfahrende Auto

Es hat seine ersten Kilometer in der Stadt Zürich zurückgelegt: das erste autonom fahrende Auto in der Schweiz. Noch ist es ein Prototyp, doch schon in ein paar Jahren könnte diese Art von Mobilität Realität sein. Gemäss Experten bringt das selbstfahrende Fahrzeug mehr Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmer.

Wie steht da es bezüglich Sicherheit?

Das selbstfahrende Auto ist mit viel Technik ausgerüstet.

Und wahrlich, auf der Teststrecke in der Stadt Zürich hat der Spezialist hinter dem Steuer seine Hände zwar griffbereit, aber nicht am Lenkrad. Der VW Passat fährt gemächlich hinter den anderen Fahrzeugen her, hält bei Rot und legt auch einen Zwischenhalt vor dem Fussgängerstreifen ein. Der Computer fährt, lenkt und bremst den PW autonom. Er erfasst andere Fahrzeuge und Passanten über Laser-Scanner, Radar und Videokameras. Es ist ein mit Hightech ausgerüstetes Fahrzeug. Spezielle Software analysiert die Daten, erkennt Situationen und gibt die Fahrbefehle. Am Medienanlass fährt der PW mehrmals die Teststrecke hin und her – die Sache scheint zu funktionieren. Bis die ersten Serienfahrzeuge auf den Markt kommen, dürften allerdings noch Jahre vergehen. Selbstfahrende Autos sind im Ausland auf Teststrecken bereits seit längerem unterwegs. Die dazu nötige Technik sei weit fortgeschritten, heisst es.

Um auch hierzulande mit einem solchen Fahrzeug erste Erfahrungen zu sammeln, betreiben die Swisscom zusammen mit Autonomos Labs das selbstfahrende Auto. Das Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (Uvek) musste dafür die nötige Ausnahmebewilligung erteilen.

Digitalisierung verändert die Mobilität

Mit dem selbstfahrenden Auto sammelt Swisscom Erfahrungen für die Mobilität der Zukunft. Was bedeutet das für die Kommunikationsnetze? Wie lassen sich Fahrzeuge, Gegenstände und Menschen optimal vernetzen? Effektive Verkehrsleitsysteme führen zu weniger Stau, dies entlastet die Umwelt und reduziert volkswirtschaftliche Kosten. Gute Gründe für Swisscom, sich in der Mobilität der Zukunft zu engagieren. Christian Petit, Leiter Swisscom Enterprise Customers, sagt: „Swisscom wird nicht zum Automobilhersteller. Doch die Innovationen rund um das Automobil liegen künftig in der Vernetzung mit der Umwelt. Daher ist das selbstfahrende Auto ein Paradebeispiel für die Digitalisierung und für uns von grossem Interesse.“ Als führende ICT-Anbieterin ist Swisscom prädestiniert, Fahrzeuge, Gegenstände und Menschen zu vernetzen. Zudem möchte Swisscom eine Diskussion anstossen. Selbstfahrende Autos werden viele Fragen aufwerfen: Dürfen Personen nach wie vor ein Auto lenken, wenn es ohne den Faktor Mensch sicherer wäre? Wie werden Gesetze angepasst? Wer haftet bei Unfällen?

Schrittweise zum selbstfahrenden Auto

Swisscom analysiert schon heute etwa für das Bundesamt für Strassen anonymisierte Positionsdaten von Mobiltelefonen und liefert in Big-Data-Projekten Prognosen über die Verkehrsentwicklung. Dank dem Internet der Dinge wird ein selbstfahrendes Fahrzeug künftig bereits vor Ankunft wissen, welche Parkplätze frei sind und sie gezielt ansteuern, wie es heisst. Derzeit teste Swisscom zudem in Zürich und Genf ein alternatives Netz für dieses Internet der Dinge, über das Alltagsgegenstände bei minimalen Energieverbrauch kommunizieren.

Bis selbstfahrende Autos flächendeckend auf Schweizer Strassen fahren, wird noch einige Zeit vergehen. Schrittweise werde die Technik das Steuer übernehmen. Mit einer umfassenden Vernetzung würden Sicherheit, Komfort und Verkehrsleitung noch besser sein, sagen Experten.

Mehr Sicherheit für Bombenentschärfer

Eine Autobombe zu entschärfen, birgt grosse Gefahren für das Einsatzkommando. Ein unter anderem in der Schweiz entwickelter Roboter reduziert das Risiko.

Dank dem Roboter können Einsatzkräfte terrorverdächtige Fahrzeuge aus sicherer Distanz entfernen, anstatt sich selber zu gefährden.

Gemeinsam mit fünf europäischen Partnerinstitutionen haben ZHAW-Forschende einen Roboter für Bombenentschärfungskommandos entwickelt. Er ermöglicht es Einsatzkräften, terrorverdächtige Fahrzeuge aus sicherer Distanz zu entfernen, anstatt sich selbst in die Gefahrenzone zu begeben.

Bei Verdacht auf eine Autobombe könnten Roboter künftig der Polizei oder der Armee als mobiles Räumungskommando dienen. Denn im Rahmen des EU-FP7-Forschungsprogramms haben ZHAW-Forschende zusammen mit fünf europäischen Partnerinstitutionen aus vier Ländern das ‚Autonomous Vehicle Emergency Recovery Tool‘ (AVERT) entwickelt. Es ermöglicht Einsatzkräften, blockierende oder verdächtige Fahrzeuge schnell und sicher aus heiklen Positionen – beispielsweise in Parkhäusern, Tiefgaragen oder Tunneln – zu entfernen.

Dazu wird der Roboter zunächst manuell an den Einsatzort gebracht. Ausgerüstet mit Kameras und Sensoren erstellt er eine 3D-Aufnahme der gesamten Szenerie und bewegt sich in der Folge autonom in die Nähe des zu verschiebenden Fahrzeugs. Danach setzt der Roboter vier flache und mit Scannern bestückte Mini-Roboter – sogenannte ‚Bogies‘ – aus. Diese fahren selbständig unter die Räder des Fahrzeugs und heben es wenige Zentimeter an. Die Einsatzkräfte haben dann die Möglichkeit, das Fahrzeug ferngesteuert oder halbautomatisch wegzufahren. Möglich macht dies die am Institut für Mechatronische Systeme (IMS) der ZHAW School of Engineering entwickelte Steuerung für das AVERT-Gesamtsystem. Mitgeforscht haben auch ZHAW-Studierende im Rahmen von Bachelor- und Masterarbeiten.

„Bisherige Methoden zur Entfernung solcher Fahrzeuge waren für die Entschärfer sehr gefährlich, insbesondere wenn sich die Fahrzeuge an schwer zugänglichen Stellen befanden“, so ZHAW-Projektleiter Christopher Henschel. „Mit AVERT können Einsatzkräfte das zu entfernende Fahrzeug aus sicherer Distanz in jede Richtung bewegen, um damit mehr Platz für die Entschärfungsmassnahmen zu schaffen – ohne dabei Infrastruktur oder Personal zu gefährden.“

In Zusammenarbeit mit Bombenentschärfungsspezialisten in Deutschland, Grossbritannien und der Schweiz (Flughafenpolizei Zürich und Wissenschaftlicher Dienst der Stadtpolizei Zürich) wurde AVERT auf die Bedürfnisse in der Praxis zugeschnitten. Während der letzten Monate hat sich der Roboter bereits in diversen Testszenarien bewährt. AVERT soll in naher Zukunft existierende Strategien und Hilfsmittel ideal ergänzen und so die Sicherheit bei kritischen Einsätzen erhöhen.

Ein selbstfahrendes Auto, ausgerüstet mit viel IT

In der Stadt Zürich ist derzeit ein selbstfahrendes Auto zu Testzwecken unterwegs. Die Swisscom möchte damit u.a. herausfinden, was das für die Kommunikationsnetze bedeutet.

Mit viel Technik ausgerüstet: das selbstfahrende Auto.
Mit viel Technik ausgerüstet: das selbstfahrende Auto.

 

Freihändig unterwegs
Freihändig unterwegs

In diesen Tagen ist die Swisscom zusammen mit der Firma Autonomos Labs mit einem selbstfahrenden Fahrzeug unterwegs und sammelt erste Erfahrungen für die Mobilität der Zukunft. Was bedeutet das für die Kommunikationsnetze? Wie lassen sich Fahrzeuge, Gegenstände und Menschen optimal vernetzen? Effektive Verkehrsleitsysteme führen zu weniger Stau, dies entlastet die Umwelt und reduziert volkswirtschaftliche Kosten. Gute Gründe für Swisscom, sich in der Mobilität der Zukunft zu engagieren. Christian Petit, Leiter Swisscom Enterprise Customers, sagt: „Swisscom wird nicht zum Automobilhersteller. Doch die Innovationen rund um das Automobil liegen künftig in der Vernetzung mit der Umwelt. Daher ist das selbstfahrende Auto ein Paradebeispiel für die Digitalisierung und für uns von grossem Interesse.“ Als führende ICT-Anbieterin sei man prädestiniert, Fahrzeuge, Gegenstände und Menschen zu vernetzen. Zudem möchte man in dieser Sache eine Diskussion anstossen, heisst es bei Swisscom. Selbstfahrende Autos werden viele Fragen aufwerfen: Dürfen Personen nach wie vor ein Auto lenken, wenn es ohne den Faktor Mensch sicherer wäre? Wie werden Gesetze angepasst? Wer haftet bei Unfällen?

Swisscom analysiert schon heute etwa für das Bundesamt für Strassen anonymisierte Positionsdaten von Mobiltelefonen und liefert in Big-Data-Projekten Prognosen über die Verkehrsentwicklung. Dank dem Internet der Dinge wird ein selbstfahrendes Fahrzeug künftig bereits vor Ankunft wissen, welche Parkplätze frei sind und sie gezielt ansteuern, wie es heisst. Derzeit teste Swisscom zudem in Zürich und Genf ein alternatives Netz für dieses Internet der Dinge, über das Alltagsgegenstände bei minimalen Energieverbrauch kommunizieren.

Bis selbstfahrende Autos flächendeckend auf Schweizer Strassen fahren, wird noch einige Zeit vergehen. Schrittweise werde die Technik das Steuer übernehmen, heisst es. Mit einer umfassenden Vernetzung werden Sicherheit, Komfort und Verkehrsleitung noch besser sein, wie Experten sagen.

Nach dem Test will Swisscom einen umfassenden Bericht veröffentlichen, wie es an der Medienkonferenz in Zürich hiess. Das Papier wird auch zeigen, wo allenfalls noch Sicherheitslücken im IT-Bereich bestehen.

 

Vertriebsteam erweitert

Die Salto Systems AG in Eschlikon hat gemäss Mitteilung ihre Vertriebsmannschaft mit David Wuffli und René Mogy verstärkt.

David Wuffli
René Mogy

David Wuffli (45) ist künftig für den Vertrieb der Salto-Lösungen in der Westschweiz verantwortlich. Zu seinen Aufgaben gehören laut Mitteilung die Unterstützung der Partner sowie die Akquise neuer Projekte in der Region. Wuffli blickt auf 15 Jahre Erfahrung in der Bau- und Sicherheitsbranche zurück. Zuletzt war er als Kundendienstleiter für die Stadt Lausanne bei Schindler Aufzüge beschäftigt, davor neun Jahre als Leiter der Niederlassung Westschweiz bei Assa Abloy sowie drei Jahre als Leiter der Niederlassung Lausanne bei Securiton.

René Mogy (53) ist neuer Verkaufsingenieur für die Nordwestschweiz. Sein Fokus liegt auf dem Objekt- und Projektgeschäft sowie der Kunden- und Partnerbetreuung. Mogy verfügt über langjährige Erfahrung im Verkauf komplexer Lösungen in den Bereichen Security, Automation, Zutrittskontrolle und Türengineering. Er war zuvor als Berater im Objektgeschäft bei Assa Abloy Schweiz sowie Alpiq Intec Ost tätig.

Flugplatz Bressaucourt: Sicherheitsprozess zertifiziert

Die Sicherheitsprozesse des Flugplatzes Bressaucourt erfüllen die Anforderungen der Internationalen Zivilluftfahrtorganisation (ICAO). Das Bundesamt für Zivilluftfahrt (BAZL) hat der Betreibergesellschaft Sociéte Coopérative de l’Aérodrome du Jura (SCAJ) das entsprechende Zertifikat erteilt.

Foto: www.aerojura.ch

Die ICAO hat in ihren Standards und Empfehlungen die Vorgaben für sicherheitsrelevante Prozesse auf den Flugplätzen festgelegt. Die im Annex 14 enthaltenen Anforderungen definieren u.a., wie ein Flugplatz die Betankung der Flugzeuge, den Einsatz der Feuerwehr, die periodische Zustandskontrolle von Pisten und Anflugbefeuerung sowie die Schneeräumung zu organisieren hat. Mit den Vorgaben will die ICAO sicherstellen, dass die Infrastruktur auf einem Flugplatz jederzeit sicher und reibungslos funktioniert. Die sicherheitsrelevanten Prozesse müssen in einem Flugplatzhandbuch festgehalten sein, das gleichzeitig die Grundlage bildet für ein Sicherheits-Management-System. Ein solches System beschreibt, wie eine Organisation vorhandene Risiken identifiziert, bewertet und mit geeigneten Massnahmen reduziert.

Das BAZL überprüft in einem mehrtägigen Audit, ob die Flugplätze die Prozesse und Verfahren den Vorgaben entsprechen und wie beschrieben angewendet werden. Nach erfolgreicher Erst-Zertifizierung führt das BAZL in Bressaucourt zudem alle fünf Jahre Rezertifizierungsaudits durch, um festzustellen, ob die sicherheitsrelevanten Prozesse der Flughäfen den ICAO-Vorgaben noch entsprechen.

Der Flugplatz von Bressaucourt ist nach Genf, Zürich, St. Gallen-Altenrhein, Bern, Sion, Lugano-Agno, Les Eplatures, Samedan, Birrfeld, Ecuvillens und Grenchen der zwölfte Flugplatz in der Schweiz, den das BAZL gemäss den Anforderungen der ICAO zertifiziert hat.

In einem weiteren Schritt ist die Zertifizierung des letzten Schweizer Regionalflugplatz von Lausanne geplant. Der binationale Flughafen Basel-Mulhouse wird von den französischen Aufsichtsbehörden zertifiziert, unter Beteiligung des BAZL.

(Kommunikation BAZL)

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