Hohe Erwerbsquote bei älteren Arbeitnehmenden in der Schweiz

Die Schweiz weist im Vergleich zu anderen OECD-Staaten eine der höchsten Erwerbsquoten bei den über 55-Jährigen auf. Gleichwohl kommt die OECD in ihrem aktuellen Bericht zur Situation der älteren Arbeitnehmenden zum Schluss, dass eine Gesamtstrategie erforderlich ist, um das Altersmanagement in den Betrieben zu verbessern. Die Behörden sollen die Sozialpartner ermutigen, älteren Arbeitnehmenden bessere Angebote und Anreize zur Weiterarbeit bis ins Pensionsalter und darüber hinaus zu bieten.

2012 lag die Schweiz mit einer Beschäftigungsquote von 70,5 Prozent der 55- bis 64-Jährigen fast 17 Prozentpunkte über dem OECD-Durchschnitt (54%).

2012 lag die Schweiz mit einer Beschäftigungsquote von 70,5 Prozent der 55- bis 64-Jährigen fast 17 Prozentpunkte über dem OECD-Durchschnitt (54%). Wie in den anderen OECD-Ländern haben es arbeitslose ältere Menschen aber auch in der Schweiz deutlich schwerer als jüngere, wieder aus der Arbeitslosigkeit heraus zu kommen. Dies ist verstärkt der Fall bei Frauen und Personen mit niedrigem Bildungsniveau.

Die OECD empfiehlt der Schweiz, eine Gesamtstrategie zu verfolgen und weitergehende Massnahmen in den folgenden drei Bereichen zu ergreifen: Anreize für längeres Arbeiten verstärken, Hindernisse für die Rekrutierung von älteren Arbeitnehmenden beseitigen und die Beschäftigungsfähigkeit von älteren Arbeitskräften verbessern.

Der Bericht kann bei der OECD bestellt werden.

Stolpern, Staub, Späne

Im Schnitt erleidet in der Schweiz jährlich jeder 15. Vollbeschäftigte einen Unfall am Arbeitsplatz. Der neue Fünfjahresbericht der Unfallversicherer bietet einen umfassenden Überblick über das Unfallgeschehen in der Schweiz.

Aus- und Abgleiten ist mit 46 % die häufigste Unfallursache bei den schweren Unfällen
Aus- und Abgleiten ist mit 46 % die häufigste Unfallursache bei den schweren Unfällen

Mehr als jedes vierte Unfallopfer wird während der Arbeit von einem Gegenstand getroffen; zum Beispiel, weil ein Mitarbeiter aus Versehen den Verunfallten mit einem Werkzeug trifft oder etwas fallen lässt. Dies zeigt auch der eben erschienene Fünfjahresbericht der Unfallstatistik 2008–2012 von der bei der Suva angesiedelten Sammelstelle für die Statistik der Unfallversicherung UVG (SSUV). Insgesamt verunfallten in diesem Zeitraum schweizweit im Durchschnitt jährlich 254 000 Personen während der Arbeit; davon wurden 67 000 (26 %) von einem Gegenstand getroffen. Damit ist dies der häufigste Unfallhergang.

Mit 65 000 Personen gleitet ebenfalls fast jeder vierte Verunfallte aus oder ab. 24 % dieser Stolperunfälle geschehen ohne einen beteiligten Gegenstand, 20 % auf Treppen und bei zehn Prozent trägt der Verunfallte eine Last. Bei acht Prozent spielt die Witterung eine entscheidende Rolle.

Am dritthäufigsten schneiden oder stechen sich die Unfallopfer, dies meistens an der Hand oder am Arm. Fast die Hälfte dieser Personen schneidet sich dabei mit einem Messer.

Zwar gelten nicht einmal vier Prozent aller Berufsunfälle als schwere Fälle, trotzdem verursachen sie neben grossem menschlichem Leid auch zwei Drittel der jährlich bezahlten Versicherungsleistungen von knapp 1,4 Mrd. Fr. Aus- und Abgleiten ist mit 46 % die häufigste Unfallursache bei den schweren Unfällen.  Am zweithäufigsten stürzen diese Unfallopfer ab – dies geschieht hauptsächlich von Leitern und Gerüsten, und oft tragen die Verunfallten dabei schwere Lasten. Absturzunfälle passieren zudem häufig, wenn Arbeitnehmer Lastwagen mit Hebebühnen be- und entladen.

Hier finden Sie den ausführlichen Fünfjahresbericht UVG 2008–2012 als PDF.

Sichere Lehrzeit

Jahr für Jahr erleiden in der Schweiz rund 25'000 Lernende einen Berufsunfall, wovon durchschnittlich drei tödlich enden. Mit anderen Worten: Jährlich verunfallt jeder achte Lernende. Um diesem Umstand entgegenzuwirken hat die Suva auf Lehrbeginn 2013 die Kampagne "Sichere Lehrzeit" lanciert.

Jugendliche müssen so früh wie möglich für eine unfallfreie Lehrzeit sensibilisiert werden
Jugendliche müssen so früh wie möglich für eine unfallfreie Lehrzeit sensibilisiert werden
Lernende verunfallen wesentlich häufiger als ihre erfahrenen Arbeitskolleginnen und -kollegen
Lernende verunfallen wesentlich häufiger als ihre erfahrenen Arbeitskolleginnen und -kollegen

Seit einem Jahr führt sie die Kampagne in Zusammenarbeit mit Partnerorganisationen durch. In einem Punkt sind sich alle einig: Jugendliche müssen so früh wie möglich für eine unfallfreie Lehrzeit sensibilisiert werden. Es gilt, bei Gefahr und Unsicherheit Stopp zu sagen und die Situation mit den erfahrenen Mitarbeitenden zu klären. In berufsspezifischen Dokumentenmappen den sogenannten Starterkits, findet sich alles, womit die Lernenden für eine sichere Lehrzeit geschult und sensibilisiert werden können. „In der Ausbildung der Lernenden nehmen Berufsbildner und Vorgesetzte in Sachen Arbeitssicherheit eine Schlüsselrolle ein. Die Starterkits der Suva unterstützen sie, dieser Rolle gerecht zu werden“, betont Raphael Ammann, Kampagnenleiter bei der Suva.

Erklären lassen sich die hohen Unfallzahlen etwa damit, dass Lernende die Gefahren am Arbeitsplatz noch zu wenig einschätzen können, noch keine systematische Arbeitsweise haben, teilweise ihre eigenen Fähigkeiten überschätzen oder sich nicht getrauen, bei Unsicherheiten Fragen zu stellen“ – André Meier, Abteilungsleiter Arbeitssicherheit bei der Suva.

https://www.youtube.com/watch?v=1ziyF9xDBcI

Neue Abteilungsleiterin Präventionsangebote

Der Verwaltungsausschuss der Suva hat an seiner Sitzung vom 16. Oktober 2014 die 46-jährige Edith Müller Loretz zur neuen Leiterin der Abteilung Präventionsangebote gewählt. Sie übernimmt die Nachfolge von Beat Arnet, der die Suva per Ende Januar 2014 verlassen hat.

Edith Müller Loretz, neue Leiterin der Abteilung Präventionsangebote bei der Suva

Mit Müller Loretz übernimmt eine Person die Leitung der Abteilung Präventionsangebote, die mit der Suva bestens vertraut ist. Wohnhaft in Kriens und Mutter zweier Kinder, kam sie 1998 als Kampagnenleiterin Schneesport zur Suva. An der Fachhochschule Luzern hatte sie zuvor Betriebsökonomie studiert. 2011 wurde Müller Loretz zur Bereichsleiterin Freizeitsicherheit befördert und verantwortete fortan die Umsetzung von Präventionsmassnahmen im Nichtberufsunfallgeschäft in Unternehmen und in der breiten Öffentlichkeit. Edith Müller Loretz trat die Abteilungsleitung, die die Bereiche Betriebliches Gesundheitsmanagement, Freizeitsicherheit und Sicherheitsprodukte umfasst, per 1. November 2014 an. Sie ersetzt Beat Arnet, der die Suva Ende Januar dieses Jahres verlassen hat.

 

Die Abteilung Präventionsangebote beschäftigt rund 40 Mitarbeitende. Sie engagiert sich mit Kampagnen, Präventionsmodulen und individueller Beratung für eine sichere Freizeit sowie für ein sicheres und gesundes Arbeiten. Dabei konzentriert sie sich auf Sportarten und Tätigkeiten mit hohen Unfallkosten und hohem Verletzungspotential.

Dschihadistisch motivierte Reisebewegungen – Zahlen Dezember 2014

Der Nachrichtendienst des Bundes (NDB) publiziert zum dritten Mal die Anzahl der dschihadistisch motivierten Reisenden aus der Schweiz, die in Konfliktgebieten waren oder sich noch immer dort befinden. Bis heute wurden 62 Fälle verzeichnet, Ende November 2014 waren es noch 56.

Von 2001 bis heute erfasste der NDB 62 Reisebewegungen, welche als dschihadistisch motiviert betrachtet werden.
Von 2001 bis heute erfasste der NDB 62 Reisebewegungen, welche als dschihadistisch motiviert betrachtet werden.

Von den von 2001 bis heute erfassten 62 Dschihadreisenden begaben sich 37 nach Syrien und in den Irak und 25 nach Afghanistan, Pakistan, Jemen oder Somalia. Da es sich hierbei um kumulierte Zahlen handelt, muss hervorgehoben werden, dass sich einige dieser Personen noch vor Ort befinden. Acht sind gestorben (davon fünf bestätigt), weitere reisen in den Konfliktgebieten herum oder sind in die Schweiz zurückgekehrt.

Seit den 56 im November 2014 verzeichneten Fällen hat der NDB acht neue Fälle registriert. Zwei weitere, als unbestätigt eingestufte Reisebewegungen wurden aus der Liste entfernt, da sie als nicht dschihadistisch motiviert betrachtet werden können. Der Anstieg dieser Zahlen im Vergleich zum November verweist zwar auf eine Zunahme des Phänomens, aber auch darauf, dass die intensivere Zusammenarbeit zwischen den Kantonspolizeien und den zuständigen Bundesinstanzen eine verbesserte Aufdeckung der Fälle potenzieller Dschihadreisender ermöglicht.

Die Anzahl der Rückkehrer stieg von 16 im November 2014 auf 19 im Dezember 2014; davon wurden drei Fälle bestätigt. Die Einstufung der 16 unbestätigten Fälle erfolgte anhand folgender Kriterien: Entweder konnte die dschihadistische Motivation dieser Personen nicht nachgewiesen und/oder ihr genauer Aufenthaltsort nicht mit Sicherheit festgestellt werden. Der NDB geht auch diesen unbestätigten Fällen weiterhin nach.

Weitere Angaben zu Identität, Alter, Geschlecht, Nationalität und Wohnsitz dieser Personen gibt der NDB nicht bekannt. Der NDB arbeitet eng und kontinuierlich mit den Behörden des Bundes (Bundesanwaltschaft, Bundesämter für Justiz, Migration und Polizei, Grenzwachtkorps, Eidgenössisches Departement für auswärtige Angelegenheiten usw.) und der Kantone (Justiz- und Polizeidepartemente, Kantonspolizeien usw.) zusammen.

Für den NDB ist es von hoher Bedeutung, diese Personen und ihre Motive mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln zu identifizieren. Das neue ND-Gesetz böte, falls es genehmigt wird, dem NDB dazu zusätzliche Möglichkeiten. Die Beweggründe für junge Menschen, sich in die Konfliktzonen zu begeben, sind oft sehr persönlicher Natur. Jeder Fall liegt anders und die Prävention spielt hier eine wichtige Rolle. Es kann aber nicht bestritten werden, dass die Aufrufe zu Gewalt und zum Dschihad über Internetseiten von anscheinend in der Schweiz ansässigen Personen ein besorgniserregendes Ausmass annehmen.

Im Mai 2013 gab der NDB bekannt, dass seit 2001 etwa 20 Dschihadreisende aus der Schweiz in Konfliktzonen zu verzeichnen waren. Im Mai 2014 erhöhte sich diese Zahl auf 40 und im November 2014 auf 56.

Noch nie trugen so viele Schneesportler einen Helm

Die Erfolgsgeschichte des Schneesporthelms setzt sich fort: Im vergangenen Winter trugen 87 Prozent aller Ski- und Snowboardfahrer auf Schweizer Pisten einen Helm – so viele, wie nie zuvor. Das zeigt die Erhebung der bfu – Beratungsstelle für Unfallverhütung. Erstmals erhoben wurde die Helmtragquote auf den Schlittelwegen. Hier zeigte sich, dass jeder zweite Schlittler seinen Kopf mit einem Helm schützt.

Rund ein Drittel der Kopfverletzungen kann durch das Tragen eines Helmes verhindert werden
Rund ein Drittel der Kopfverletzungen kann durch das Tragen eines Helmes verhindert werden

Die bfu-Erhebung hat in der Saison 2012/2013 eine Tragquote von 87 Prozent ergeben – gemessen an den 16% von 2002/03 eine beeindruckende Steigerung. Betrachtet man ausschliesslich die in der Schweiz wohnhaften Personen, liegt die Quote sogar bei 90 %. Unterschiede zeigen sich nach wie vor zwischen den Sprachregionen: Tragen auf Deutschschweizer Pisten 91% der Schneesportler einen Helm, sind es in der Romandie mit 76% deutlich weniger.

Erstmals wurde auch die Tragquote von Schutzausrüstungen auf Schweizer Schlittelwegen erhoben. Die Hälfte der Schlittler und Rodler trug einen Helm. Kinder im Alter von 7–12 Jahren waren am häufigsten mit einem Helm unterwegs, Erwachsene zwischen 26 und 30 am seltensten. Die Erhebung ergab zudem, dass die meisten Sportler beim Schlitteln eine Schneesport- oder Sonnenbrille trugen. Bremshilfen an den Schuhen wurden hingegen leider kaum verwendet, obwohl beispielsweise Sohlen mit Spikes das Bremsverhalten spürbar verbessern würden.

Mehr als zwei Millionen in der Schweiz wohnhafte Personen fahren Ski oder Snowboard. Die Kehrseite des Vergnügens: pro Jahr verunfallen rund 65’000 dieser Schneesportler (Ski: 51’000 / Snowboard: 14’000) und müssen ärztlich behandelt werden. Hinzu kommen knapp 8000 verletzte Schlittler und Rodler. Etwa 15 Prozent der Verunfallten verletzen sich am Kopf. Rund ein Drittel der Kopfverletzungen kann durch das Tragen eines Helmes verhindert werden; er hilft zudem, die Unfallschwere zu reduzieren.

Aber nicht nur der Kopf braucht beim Skifahren Schutz. Rund die Hälfte der Verunfallten verletzt sich an Knien, Beinen oder Füssen. Die korrekte Einstellung der Skibindung kann dazu beitragen, solche Verletzungen zu vermeiden. Die bfu lanciert deshalb schon zum 23. Mal ihre Skivignetten-Aktion, um möglichst viele Wintersportler zu einer Bindungskontrolle bei einem Sportfachhändler mit entsprechendem Prüfgerät zu motivieren. Besonders wichtig ist diese für Kinder in der Wachstumsphase. Entscheidend für die richtige Einstellung sind nämlich Alter, Grösse und Gewicht der Skifahrer, Sohlenlänge sowie Fahrstil: schnell/aggressiv oder langsam/zurückhaltend. Ist die Bindung richtig eingestellt, klebt die Fachperson zur Bescheinigung eine bfu-Vignette auf einen Ski und druckt der Kundschaft einen Beleg mit den Einstellwerten aus, den sie aufbewahren sollte. Welche Fachgeschäfte bei der Skivignetten-Aktion mitmachen, sehen Sie in dieser Übersicht.

Erhebungen der bfu zum Thema:

Swissteam in Europa vorne dabei

Die 13 jungen Frauen und Männer der Schweizer Delegation der Berufs-Europameisterschaften haben in Lille während drei Tagen gearbeitet und alles gegeben. Mit 1x Europameister, 3x Zweiter Rang, 3x Dritter Rang, 2x Diplom und 2x Zertifikat haben sie sich selbst übertroffen.

Freuen sich über die starke Leistung: Die Schweizer Delegation der Berufs-Europameisterschaften
Freuen sich über die starke Leistung: Die Schweizer Delegation der Berufs-Europameisterschaften

Die Offizielle Delegierte Christine Davatz ist stolz auf den sehr guten Einsatz des Schweizer Teams: „Unsere Jungen haben ihr Bestes gegeben.“ Sie musste aber auch feststellen, „dass die Anforderungen gestiegen sind und die Konkurrenz immer härter wird“.

Trotzdem: „Dass jeder zweite eine Auszeichnung geholt hat, ist einfach grossartig“, zeigt sie sich zufrieden mit dem Erreichten. „Das Schweizer Team hat unter harten und schwierigen Wettbewerbsbedingungen eine gute Leistung gezeigt“, sagt auch der Technische Delegierte Rico Cioccarelli am Abend der Siegerehrung und windet besonders auch den Experten ein Kränzchen: „In Lille wurde den Experten besonders viel abverlangt.“

Einer dieser Experten ist ganz besonders stolz auf seinen Schützling. Adrian Sommer, Experte bei den Elektroinstallateuren hat habe seinen Kandidaten Severin Holderegger im letzten halben Jahr schon etwas gequält, wie er eingesteht. Aber es hat sich offenbar gelohnt, denn der junge St. Galler erarbeitete sich mit deutlichem Vorsprung den Europameistertitel bei den Elektroinstallateuren. Damit nicht genug, denn am Abend der Siegerehrung trägt er gleich zwei Goldmedaillen um den Hals, die zweite nämlich für den Titel Best of Nation des Schweizer Teams. Er selber meinte: „Es war der Hammer, das erste Mal auf der Bühne die Goldmedaille zu erhalten. Eine zweite Goldmedaille war dann noch das Krönchen obendrauf.“

Weitere Informationen zum Event finden Sie auf der Homepage des Veranstalters.

EKAS: Carmen Spycher als neue Geschäftsführerin gewählt

Die Eidgenössische Koordinationskommission für Arbeitssicherheit EKAS hat an ihrer Sitzung vom 4. Dezember 2014 die 46-jährige Carmen Spycher zu ihrer neuen Geschäftsführerin gewählt. Sie tritt per 1. Juni 2015 die Nachfolge von Serge Pürro an, der im nächsten Sommer pensioniert wird.

Carmen Spycher, ab 1. Juni Geschäftsführerin der EKAS
Carmen Spycher, ab 1. Juni Geschäftsführerin der EKAS

Carmen Spycher studierte Biologie an der Universität Bern und promovierte am Zoologischen Institut der Universität Fribourg. Später liess sie sich zur Sicherheitsingenieurin und Arbeitshygienikerin ausbilden. Seit 2007 arbeitet die Biologin als Spezialistin für Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz am Hauptsitz der Suva in Luzern. Davor arbeitete Spycher unter anderem als wissenschaftliche Mitarbeiterin im Bundesamt für Umwelt sowie als Geschäftsführerin der Kontaktstelle Biotechnologie des Bundes.

Abschied nach 19 Jahren

Carmen Spycher tritt ihre Stelle als Geschäftsführerin der EKAS per 1. Juni 2015 an. Sie folgt auf Serge Pürro, der im nächsten Sommer in Pension geht. Pürro stiess 1996 zur EKAS und führt seit 2006 die Geschäftsstelle. In diesen 20 Jahren veränderte sich die Arbeitswelt rasant – und mit ihr die Herausforderungen an die Arbeitssicherheit beziehungsweise an die Prävention von Berufsunfällen und Berufskrankheiten. Serge Pürro setzte sich mit grossem Engagement dafür ein, die Koordination von Präventionsmassnahmen, die Aufgabenbereiche im Vollzug und die einheitliche Anwendung der Vorschriften sicherzustellen. Hierfür dankt ihm die EKAS herzlich.

Nicht nur zur Weihnachtszeit: Online-Shopper stolpern über Passwörter

Rechtzeitig Weihnachtsgeschäft und zum so genannten "Black Friday" hat Kaspersky Lab zusammen mit dem französischen Meinungsforschungsinstitut Opinion Way in einer Studie das Shopping-Verhalten der Deutschen und Europäer analysiert. Demnach will die Mehrheit (60 Prozent) der befragten deutschen Nutzer den Grossteil ihrer Weihnachtsgeschenke online kaufen. Viele haben dabei aber Probleme, sich die Passwörter für ihre Konten bei den Online-Shops zu merken. So mussten sechs von zehn befragten Deutschen bereits einmal ihr Passwort zurücksetzen lassen.

Viele haben Probleme, sich die Passwörter für ihre Konten bei den Online-Shops zu merken
Viele haben Probleme, sich die Passwörter für ihre Konten bei den Online-Shops zu merken

Für die US-Amerikaner sind Weihnachtseinkäufe vor allem mit einem Datum verbunden: Am vierten Freitag im November – also heute – dem „Black Friday“, überbieten sich die Händler gegenseitig mit Rabatten. Ein Trend, der inzwischen auch Europa erreicht hat, vor allem im Internet. Auch bei uns veranstalten zahlreiche Online-Shops und -Versandhäuser rund um den „Black Friday“ Rabatt-Tage und -Wochen.

Tatsächlich werden Weihnachtsgeschenke vor allem in Deutschland gerne online eingekauft, wie die Umfrage von Kaspersky Lab zeigt. Bereits 60 Prozent wollen so den Grossteil ihres Bedarfs an Geschenken abdecken. Europaweit liegt Online-Shopping bei 52 Prozent der Befragten im Trend.

Passwörter zurücksetzen

Doch mit steigender Nutzung des Internets fällt es vielen schwer, sich die Passwörter für alle genutzten Online-Shops zu merken. So gaben nur 39 Prozent der Befragten aus Deutschland an, noch nie in der Verlegenheit gewesen zu sein, eines dieser Passwörter zurücksetzen lassen zu müssen. 54 Prozent geben zu, dass ihnen dies mindestens einmal pro Monat passiert, bei 8 Prozent ist das sogar täglich der Fall. Und 7 Prozent müssen bei jedem erneuten Besuch eines Online-Shops ihr Passwort wieder zurücksetzen lassen. Die Deutschen liegen damit etwa im europäischen Durchschnitt. Zu schaffen machen vor allem jene Regeln, mit denen Online-Shops von ihren Kunden die Wahl starker und damit auch sicherer Passwörter erzwingen wollen. 48 Prozent der Befragten aus Deutschland (Europa: 47 Prozent) klagen, dass diese Regeln das Einprägen der Passwörter erschweren. Dennoch scheint eine Mehrheit einzusehen, dass es sich hier um eine Notwendigkeit handelt, denn nur 28 Prozent in Deutschland (Europa: 34 Prozent) empfinden diese Regeln wirklich als lästig.

Kaspersky Lab hat daher mit Kaspersky Total Security – Multi-Device eine ganzheitliche Sicherheitslösung für Windows-PCs, Mac-Rechner und mobile Android-Geräte entwickelt. Sie bietet mit der Technologie „Sicherer Zahlungsverkehr“ zusätzlichen Schutz beim Online-Shopping und speichert und synchronisiert alle Passwörter. Anwender müssen sich so nur noch ein einziges Masterpasswort für den Zugriff auf alle Konten merken. Schliesslich, nicht jeder nutzt das Internet gleichermassen. Informierte Anwender können so schnell und einfach feststellen, welche Sicherheitslösung für ihre Anforderung am geeignetsten ist.

Semi-robuste Computertechnologie

Zum Einsatz kommt es - als das einzige semi-robuste Gerät seiner Klasse ist es nach MIL-STD-810G sowie IP5X zertifiziert - hauptsächlich bei Versorgern, Notfalldiensten, in der Automobilindustrie sowie im Aussendienst oder bei Kunden des militärischen Umfelds.

S400-G3 Notebook
S400-G3 Notebook

Erhältlich ist das neue S400-G3 Notebook mit den neuesten Intel® Core™ i3 und i5 Prozessoren der vierten Generation für eine branchenführende Performance – zum Beispiel bei Mapping-Anwendungen oder der Videoverarbeitung.

Damit bietet das Notebook zum einen Schutz vor Eindringen von Staub, zum anderen ist es darauf ausgelegt, widrigsten Bedingungen wie Stürzen, Vibrationen oder hohen Temperaturschwankungen standzuhalten. Getac hat eine einzigartige Gehäusestruktur entwickelt, die das Gerät selbst beim Herunterfallen während des laufenden Betriebs schützt, was das S400-G3 zu einem der widerstandsfähigsten semi-robusten Laptops am Markt macht.

Entwickelt, um Höchstleistung in anspruchsvollen Umgebungen zu gewährleisten, wurde das neue Notebook von Getac dahingehend optimiert, noch extremeren Temperaturbereichen standzuhalten. So können Anwender das Notebook bei eisigen -20°C genauso zuverlässig verwenden wie bei heissen 60°C. Damit zählt es zu den vielseitigsten semi-robusten Geräten, die derzeit im Handel verfügbar sind.

Regin spioniert GSM-Mobilfunknetze aus

„Regin“ betreibt nicht nur Cyberspionageaktivitäten, sondern infiltriert auch digitale GSM-Telefonienetzwerke. Somit könnten Millionen von GSM-Benutzern ausspioniert werden. Die Hintermänner von Regin haben bisher Computer in mindestens 14 Länder weltweit infiziert.

Millionen von GSM-Benutzern mit "Regin" ausspioniert
Millionen von GSM-Benutzern mit „Regin“ ausspioniert

 

Infografiken zu „Regin“

Mobilfunknetze attackiert

Die interessanteste Eigenschaft der Regin-Plattform ist die Fähigkeit, GSM-Netze anzugreifen. Kaspersky Lab konnte während seiner Untersuchung die Aktivitäten eines GSM Base Station Controllers erlangen. Entsprechend der Analyse haben die Angreifer Zugangsdaten erlangt, mit deren Hilfe sie GSM-Zellen eines grossen Mobilfunkunternehmens unter ihre Kontrolle bringen können. Somit könnten sie Zugriff auf Informationen erhalten haben, welche Anrufe von bestimmten GSM-Zellen verarbeitet wurden. Zudem hätten die Angreifer diese Anrufe in andere Zellen umleiten oder benachbarte Zellen aktivieren sowie weitere schädliche Aktivitäten entfalten können.

Die Angreifer hinter Regin sind aktuell die einzig bekannte Gruppe, die entsprechende Operationen durchführen kann. Die Analyse der Kaspersky-Experten hat unter anderem folgende Erkenntnisse hervorgebracht:

  • Der Fokus der Attacken richtet sich gegen Telekommunikationsunternehmen, Regierungseinrichtungen, Finanzinstitute, Forschungsorganisationen, multinationale politische Körperschaften sowie Einzelpersonen, zu deren Forschungsbereich Mathematik oder Kryptografie gehören.
  • Opfer wurden in Afghanistan, Algerien, Belgien, Brasilien, Deutschland, Indien, Indonesien, Iran, Kiribati, Malaysia, Pakistan, der Republik Fidschi, Russland und Syrien identifiziert.
  • Die Regin-Plattform besteht aus verschiedenen schädlichen Tools, mit denen die Angreifer Zugriff auf das gesamte kompromittierte Netzwerk einer Organisation erhalten können. Eine hochkomplexe Kommunikationsmethode zwischen den infizierten Netzwerken und den Command-and-Control-Servern (C&C) ermöglicht verdeckte Fernsteuerung und Datenübertragung.
  • Ein Hauptmodul von Regin kann GSM-Basis-Stationen überwachen und Daten über GSM-Zellen und die Netzwerkinfrastruktur entwenden.
  • Im April 2008 wurden innerhalb eines Monats Administrations-Zugangsdaten gestohlen, mit denen die Hintermänner GSM-Netzwerke im Mittleren Osten hätten manipulieren können.
  • Die ersten Samples von Regin wurden bereits im Jahr 2003 erstellt. Kaspersky Lab ist im Frühjahr 2012 auf Regin aufmerksam geworden. Seither hat der IT-Sicherheitsexperte die Spionagekampagne analysiert. Diese Analyse ergab, dass es sich bei Regin nicht nur um ein einzelnes Schadprogramm, sondern um eine komplexe Plattform, die aus zahlreichen Modulen besteht, handelt.

Hier finden Sie die ausführliche Analyse in englischer Sprache.

10 Jahre Nomasis

Am 26.11.2004 wurde die Nomasis AG gegründet. Schon damals mit der Vision, dass Smartphones und Tablets die Welt erobern.

Philipp Klomp, CEO der Nomasis AG
Philipp Klomp, CEO der Nomasis AG

Und dies nicht nur für den privaten Gebrauch, sondern auch in der Geschäftswelt. Heute werden immer mehr Smartphones und Tablets in den Arbeitsalltag integriert und die Mitarbeiter sind zunehmend mobiler.

Die Nomasis AG hat sich auf die Sicherheit dieser sensiblen Firmendaten auf mobilen Devices spezialisiert. Und sie hat sich in den 10 Jahren zu einem namhaften Dienstleister für mobile Sicherheit entwickelt. Sie ist heute vor allem in den Bereichen Strategieberatung, Systemintegration und Support tätig.

Mittlerweile beschäftigt die Nomasis AG 15 Mitarbeiter, welche über ein hohes technisches Know-how im Bereich mobile IT und Security verfügen. Die Nomasis unterstützt Firmen bei der Implementierung von Smartphones und Tablets und bietet unter anderem auch Workshops und Schulungen an.

«Die vergangenen 10 Jahre waren sehr dynamisch und bewegt und der Umgang mit mobilen Daten und Geräten hat sich in dieser Zeit grundlegend verändert. Inzwischen haben wir uns im Markt etabliert und sind eine kompetente Kraft im Bereich Mobile IT und Mobile Security. Die Zukunft ist vielversprechend und ich freue mich, die neuen Herausforderungen zu meistern»  Philipp Klomp, CEO der Nomasis AG.

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