Graphen ist eine einzelne Kohlenstoffschicht von der Dicke eines Atoms. Diese wenige Nanometer dünne Schicht ist nur unter einem Rastertunnelmikroskop zu erkennen und beinhaltet die Technologie von morgen.
Redaktion - 11. März 2015
Graphen eignet sich als Werkstoff für Hitzeschutzbekleidungen
Der Werkstoff ist multifunktional: superdünn und daher transparent, extrem strom- und wärmeleitfähig, zugfester als Stahl und dennoch flexibel und abriebbeständig und undurchlässig gegenüber Gasen.
Eine Forschergruppe des Hohenstein Instituts will das Material künftig für Hitzeschutzbekleidungen verwenden. Durch die Oberflächenveränderung mit Graphen können sich die Eigenschaften des Textils hinsichtlich dessen Flammfestigkeit erheblich verbessern.
Graphen kann als eine physikalische Barriere wirken, die das Durchdringen von Wärme und Gasen wirkungsvoll unterbindet. Gleichzeitig kann Graphen potentiell eine thermische Zersetzung des Textils vermeiden. Ein weiterer Vorzug von Graphen, liegt in der im Vergleich zu Stahl circa 200-fach höheren Bruch- und Abriebfestigkeit. Auch diese Fähigkeiten machen Graphen für Anwendungen im Bereich Schutzausrüstung hoch interessant.
Nationale Strategie zur Eindämmung der Antibiotikaresistenzen
Die Zunahme von Antibiotikaresistenzen stellt die öffentliche Gesundheit vor grosse Herausforderungen. Die Bundesräte Alain Berset und Johann Schneider-Ammann haben deshalb eine Nationale Strategie gegen Antibiotikaresistenzen ausarbeiten lassen. Oberstes Ziel ist es, die Wirksamkeit von Antibiotika für Mensch und Tier langfristig zu erhalten. Bei der Erarbeitung wurden die betroffenen Kreise einbezogen; der Strategieentwurf geht nun in die Anhörung.
Redaktion - 9. März 2015
Der übermässige und teils unsachgemässe Einsatz führt dazu, dass immer mehr Bakterien gegen Antibiotika resistent geworden sind.
Die Entwicklung von Antibiotika zählt zu den bedeutendsten Fortschritten der Medizin. Dank dieser Medikamente ist es möglich, gefährliche Krankheiten wie Lungenentzündungen oder Blutvergiftungen zu heilen, die früher oft tödlich verlaufen sind. Der übermässige und teils unsachgemässe Einsatz führt jedoch dazu, dass immer mehr Bakterien gegen Antibiotika resistent geworden sind. Beunruhigend sind vor allem die Zunahme von Resistenzen gegenüber wichtigen Antibiotikagruppen und die Zunahme an multiresistenten Keimen.
Das Problem der zunehmenden Antibiotikaresistenzen betrifft die Humanmedizin ebenso wie die Tiermedizin und die Landwirtschaft und kann nur gemeinsam und bereichsübergreifend gelöst werden. Der Bundesrat hat die Bekämpfung von Resistenzen deshalb in die gesundheitspolitischen Prioritäten der „Gesundheit 2020“ aufgenommen.
Im Auftrag von Bundesrat Alain Berset und Bundesrat Johann Schneider-Ammann haben die drei Bundesämter für Gesundheit BAG, Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen BLV und Landwirtschaft BLW mit Beteiligung des Bundesamtes für Umwelt BAFU eine breit abgestützte Nationale Strategie erarbeitet. Der Strategieentwurf zeigt detailliert auf, wo Handlungsbedarf besteht, welche Ziele erreicht werden sollen und welche Schlüsselmassnahmen nötig sind.
Eine zentrale Massnahme ist die bereichsübergreifende Überwachung der Resistenz-situation und des Antibiotikaverbrauchs in der Humanmedizin, in der Veterinärmedizin, in der Landwirtschaft und in der Umwelt. Dazu sollen bestehende Lücken geschlossen und die Überwachungsresultate in einem gemeinsamen Bericht publiziert werden.
Um die Wirksamkeit der Antibiotika längerfristig zu erhalten, soll die Prävention verbessert werden. Je mehr Infektionserkrankungen verhindert werden, desto weniger Antibiotika müssen zur Therapie eingesetzt werden. Vermeiden lassen sich Infektionen etwa durch die konsequente Umsetzung von Hygienemassnahmen im Spital und im Pflegebereich oder mit einer optimierten Tierhaltung im landwirtschaftlichen Bereich.
Es soll auch vermieden werden, dass Antibiotika unsachgemäss eingesetzt werden. Infektionen der Atemwege sind beispielsweise oft primär viraler Natur; trotzdem kommen Antibiotika ohne Notwendigkeit zum Einsatz. Um den unsachgemässen Einsatz dieser Medikamente zu drosseln, sollen als Hilfestellung neue diagnostische Methoden entwickelt werden, um bakterielle bzw. virale Erkrankungen rasch und klar unterscheiden zu können. Zusätzlich sollen verbindliche Richtlinien zur Verschreibung, Abgabe und Anwendung von Antibiotika dazu beitragen, den Verbrauch von Antibiotika zu reduzieren.
Ein weiteres zentrales Element der Strategie Antibiotikaresistenzen sind die verstärkte Sensibilisierung und Weiterbildung der Fachleute und die Information der Bevölkerung. Ziel ist es, verständlich und transparent über die Wirkung von Antibiotika und ihre korrekte Anwendung zu informieren.
Die Eindämmung von Antibiotikaresistenzen fordert den Einsatz aller betroffenen Kreise. Die wichtigsten Akteure und Interessensgruppen (Kantone, Fachgesellschaften, Expertengruppen, Industrie, Branchen und Verbände etc.) wurden deshalb von Beginn an in die Erarbeitung der Strategie einbezogen. Sie übernehmen später bei der Strategieumsetzung eine wichtige Rolle.
Das Departement des Innern EDI und das Departement für Wirtschaft, Bildung und Forschung WBF schicken den Strategieentwurf den Kantonen und interessierten Kreisen im Rahmen einer Anhörung bis 15. März 2015 zur Stellungnahme.
Hohes Verletzungsrisiko beim Fussball
Es ist schnell passiert: Ein Muskelfaserriss, eine Zerrung oder gerissene Bänder. Beim Fussballspielen gibt es jedes Jahr 45 000 Unfälle, so viele wie in keiner anderen Sportart. Um diese Zahl zu senken, hat die Suva im März 2014 ein Onlinetool lanciert, mit dem jeder Spieler sein Verletzungsrisiko selber bestimmen und reduzieren kann. Seither haben rund 14 000 Personen den Fussballtest ausgefüllt.
Redaktion - 8. März 2015
Beim Fussballspielen gibt es jedes Jahr 45 000 Unfälle
«Dies übertrifft unsere Erwartungen und beweist, dass der Test bei Fussballerinnen und Fussballern gut ankommt», sagt Philippe Gassmann, Kampagnenleiter Fussball bei der Suva.
Eine Auswertung zeigt, dass 77 % aller Teilnehmenden ein erhöhtes Verletzungsrisiko aufweisen. Vor allem im Bereich Training gibt es Nachholbedarf. Zwar wärmen sich 85 % der Fussballspieler immer auf, doch machen sie selten präventive Übungen während dem Training. Auch ausreichender Erholung zwischen den Trainingseinheiten schenken viele zu wenig Beachtung.
Der Schweizerische Fussballverband (SFV) ist sich ebenfalls bewusst, dass die Trainerinnen und Trainer eine äusserst wichtige Rolle in der Unfallprävention haben. Er integriert den Fussballtest der Suva deshalb neu in die Trainerausbildung und -fortbildung. Jeder Trainer erhält ein Fussballtest-Package, das eine Anleitung, Ergebniskarten für die Spieler und eine Wettbewerbskarte beinhaltet. Der Trainer erfährt unter anderem, wie er den Fussballtest optimal nutzen und sein Team zum Erfolg führen kann.
Alle Informationen zum neuen Fussballtest-Package für Trainer stehen zum Download bereit. Wer mit seinem ganzen Team den Fussballtest ausfüllt, kann an einem Wettbewerb teilnehmen. Als Hauptpreis lockt ein Team-Besuch als VIP-Gäste am Schweizer Cup-Final.
Speziell in den Bereichen Training und Fitness können Trainer einen grossen Beitrag zur Unfallprävention leisten» – Philippe Gassmann, Kampagnenleiter Fussball bei der Suva.
Abraxas mit neuer Niederlassung in Bern
Die Abraxas Informatik AG in St.Gallen ist ab dem 23. März neu mit einer Niederlassung in Bern vertreten.
Redaktion - 4. März 2015
Stefan F. Rudolf, Niederlassungsleiter der Abraxas in Bern.
Das Büro an der Spitalgasse 9 ist nur einen Steinwurf von Bundeshaus und dem Bahnhof entfernt. Der Niederlassungsleiter, Stefan F. Rudolf (1964), wird von dort aus mit seinem Team den Bund, bundesnahe Organisationen, die umliegenden Kantone und weitere öffentliche Auftraggeber bedienen, wie das Unternehmen mitteilt. Mit Projekten für die öffentliche Hand ist Abraxas bereits seit einigen Jahren in der Bundesstadt aktiv. Nun sollen die Beziehungen zum Bund weiter vertieft und neue Kunden im bundesnahen Umfeld und in den umliegenden Kantonen gewonnen werden, so der IT-Anbieter.
Der IT-Fachmann Stefan F. Rudolf hat zwei Kinder, wohnt in Niederwangen bei Köniz BE, und ist in der regionalen Politik engagiert. Er hat Elektrotechnik mit Schwerpunkt Mathematik und Informatik studiert und verfügt über einen Business MBA.
Die ABUS Schweiz ist eröffnet
Aus Trigress Security AG wurde auf Anfang Jahr die ABUS Schweiz AG. Damit verfolgt die international tätige ABUS-Gruppe auch hierzulande den Weg der ganzheitlichen Sicherheit aus einer Hand. Was das bedeutet, hat das Unternehmen am 20. Februar 2015 an seinem neu eröffneten Standort in Baar (ZG) gezeigt.
Redaktion - 4. März 2015
Mit dem ABUS-Ableger in Zug soll der Schweizer Sicherheitsfachhandel durch übersichtlichere Vertriebsstrukturen, kürzere Wege und einen zentralen Geschäftspartner profitieren
Die persönliche Präsenz in der Schweiz sei wichtig, denn hier habe der Sicherheitsmarkt andere Bedürfnisse als beispielsweise in Deutschland oder anderswo, so Branchenkenner und ABUS-Geschäftsführer Christian Maag. Dank dem neuen Standort könne der Sicherheitsanbieter mit seinen Produkten „Made in Germany“ den Kundenservice vor Ort optimieren.
Die Systeme des Anbieters folgen einem durchgängigen Sicherheitskonzept: Mechanik, Elektronik, Alarm und Videoüberwachung werden zu ganzheitlichen Lösungen zusammen geführt, wie betont wird.
Mit dem ABUS-Ableger in Zug profitiere der Schweizer Sicherheitsfachhandel durch übersichtlichere Vertriebsstrukturen, kürzere Wege und einen zentralen Geschäftspartner. Das seien nur wenige Punkte, welche die partnerschaftliche Zusammenarbeit vereinfachen würden. Auch der direkte Service dank eines vergrösserten Innen- und Aussendienstteams, der kompetenten Betreuung bei Marketingaktivitäten und der Unterstützung für einen professionellen PoS-Auftritt seien nun aus einem Guss. Das alles helfe dem Schweizer ABUS-Partner, erfolgreich im Markt zu agieren.
Die Gruppe bietet Sicherheitstechnik seit dem Jahr 1924 an. Der Hersteller verfügt über eigene Forschungszentren in Deutschland und entwickelt vernetzbare Sicherheitslösungen – von Sicherungen für Fenster, Türen, Fahr- und Motorräder über Schliessanlagen bis hin zu Alarm- und Videoüberwachungssystemen sowie Gefahrenmeldern.
„Wir wollen das Leben ein Stück sicherer machen, zu Hause, unterwegs und im Objekt. Wir werden inskünftig alle Sparten abdecken.“ – Christian Maag, Geschäftsführer beim ABUS Security-Center.
Brandschutz: Neue Möglichkeiten
Die neuen Brandschutzrichtlinien VKF sind auf Anfang Jahr in Kraft getreten. Es liegt ein neues Regelwerk vor, das gegenüber der Vorgänger-Version in fast allen Punkten eine Erleichterung bringt. Klar ist, dass die heutigen Schutzziele von jährlich rund vier Todesopfern pro Million Einwohner gehalten werden muss.
Redaktion - 4. März 2015
Die neuen Brandschutzrichtlinien gelten seit Anfang Jahr
Konzeptionell sollten mit den neuen Brandschutzrichtlinien nach wie vor 80 bis 90 Prozent aller Brandschutzprojekte nach Standard abgedeckt werden können. Für den Rest ist der Anspruch an die Planung stark gestiegen. Deshalb wird eine saubere Planung künftig einen noch höheren Stellenwert in der gesamten Umsetzung von Brandschutzmassnahmen einnehmen. Auch wird die Qualitätssicherung im Brandschutz wichtiger werden, die eigens verfasste Brandschutzrichtlinie „Qualitätssicherung“ bestätigt dies.
Die Save-Tagung vom 24. März 2015 setzt bei der Qualitätssicherung, der Planung und bei der technischen Umsetzung von Brandschutzprojekten an. Unter anderem werden erfahrene Planern aus den Reihen der SSI (Schweizerische Vereinigung unabhängiger Sicherheitsingenieure und -berater) referieren, um auf die konzeptionelle Brandschutzarbeit und die neuen Möglichkeiten durch die angepassten VKF-Richtlinien einzugehen. Vor Ort sind auch die Errichter, die den Stand der Technik von Brandmeldeanlagen und Sprinklersystemen präsentieren.
Schloss- und Beschlägefabrik übernommen
Assa Abloy in Albstadt, Deutschland, hat einen Vertrag über die Akquisition der MSL Schloss- und Beschlägefabrik AG unterzeichnet.
Redaktion - 4. März 2015
Xaver Allemann, Delegierter des Verwaltungsrats MSL, sieht die Übernahme als Chance
Der Schweizer Anbieter mit Sitz in Kleinlützel bei Basel hat über 100 Mitarbeitende. Mit der Übernahme stärke Assa Abloy seine Position als führender Anbieter von Schliesslösungen und Sicherheitssystemen rund um die Tür, heisst es.
„Mit der Übernahme von MSL gewinnt die international tätige Gruppe in der Schweiz wie auch in der DACH-Region an Grösse und schliesst eine Lücke im eigenen Portfolio“, sagt Stefan Fischbach von Assa Abloy.
MSL werde auch künftig als eigenständiger Geschäftsbereich unter dem bestehenden Managementteam und den Mitarbeitenden tätig sein. Dadurch habe die Übernahme für bestehende Mitarbeitende keine negativen Auswirkungen und der Standort in Kleinlützel (SO) bleibe unverändert.
«Schon heute bestehen zwischen MSL und der Assa Abloy grosse Gemeinsamkeiten. Indem wir Teil der Gruppe werden, haben wir die Chance, die Stärken beider Unternehmen zu nutzen und unsere Kunden noch besser zu bedienen» – Xaver Allemann
Rückgang der Fernmeldeüberwachung
Im Jahr 2014 haben die Schweizer Strafverfolgungsbehörden rund 10% weniger Überwachungsmassnahmen beim Dienst Überwachung Post- und Fernmeldeverkehr (Dienst ÜPF) angeordnet als im Vorjahr. Insgesamt waren es 9679 Überwachungsmassnahmen, wie das Eidgenössisches Justiz- und Polizeidepartement mitgeteilt (EJPD) hat.
Redaktion - 3. März 2015
Rund 40% der Überwachungsmassnahmen werden wegen schwere Widerhandlungen gegen das Betäubungsmittelgesetz angeordnet.
Sowohl die von den Strafverfolgungsbehörden beim Dienst ÜPF angeordneten Echtzeitüberwachungsmassnahmen (Mithören von Telefonaten bzw. Mitlesen von E-Mails), wie auch die rückwirkenden Überwachungsmassnahmen (Verbindungsnachweise) haben abgenommen. 2014 wurden 3’344 Echtzeitüberwachungen angeordnet (2013: 3’770) und 6’335 rückwirkende (2013: 6’872). Dabei ist zu beachten, dass häufig auf eine Person mehrere Überwachungsmassnahmen fallen, beispielsweise wenn diese mehrere Telefone benutzt.
Rückgang detaillierter Auskünfte, mehr Telefonbuchabfragen: Die Strafverfolgungsbehörden haben im Jahr 2014 insgesamt auch weniger Auskünfte beim Dienst ÜPF eingeholt. Die technisch-administrativen Auskünfte (detaillierte Angaben zu Fernmeldeanschlüssen, Teilnehmeridentifikationen) verzeichneten einen Rückgang von rund 9% auf 4’478. Die einfachen Auskünfte (Telefonbuchabfragen, IP-Adressen-Abfragen) wurden hingegen etwas häufiger verlangt. Sie sind um knapp 4% auf 198’019 gestiegen.
Drogenhandel und Vermögensdelikte: Rund 40% dieser Überwachungsmassnahmen wurden von den Strafverfolgungsbehörden angeordnet, um schwere Widerhandlungen gegen das Betäubungsmittelgesetz aufzuklären. Ein Drittel betrifft schwere Vermögensdelikte. Der Rest teilt sich auf diverse Deliktsarten auf, darunter schwere Gewalt- und Sexualdelikte.
Weniger Gebühren und Entschädigungen: Für die Massnahmen entrichteten die Strafverfolgungsbehörden insgesamt 13,63 Mio. Fr. Gebühren, rund 8% weniger als im Vorjahr. Den Post- und Fernmeldedienstanbieterinnen wurden Entschädigungen in der Höhe von 10,13 Mio. Fr. vergütet (rund 2% mehr als 2013). Hierbei ist zu beachten, dass die Statistik jene Überwachungen aufführt, welche 2014 angeordnet wurden, wie das EJPD schreibt. Die Bezahlung der Gebühren erfolgt jedoch erst mit Abschluss der Überwachungsmassnahme, d.h. teilweise erst im Jahr 2015.
Die auf der Website des Dienstes ÜPF veröffentlichte Statistik führt detailliert alle angeordneten Überwachungsmassnahmen und Auskunftserteilungen auf, welche von den Strafverfolgungsbehörden 2014 angeordnet wurden.
Neue Brandschutzvorschriften
Seit 1. Januar 2015 sind die total revidierten Schweizerischen Brandschutzvorschriften (BSV 2015) in Kraft. Die bisherigen, gesamtschweizerisch verbindlichen Vorschriften (BSV 2003) wurden seit 2010 vollständig überarbeitet.
Redaktion - 3. März 2015
Brandschutzvorschriften gelten für alle Bauten und Anlagen
Ziele der Revision waren die sorgfältige, wirtschaftliche Optimierung unter Beibehaltung des Sicherheitsniveaus bezüglich Personenschutz sowie die Anpassung an den aktuellen Stand der Technik.
Wie bis anhin gelten die Brandschutzvorschriften für alle Bauten und Anlagen – vom Einfamilienhaus bis zum milliardenteuren Infrastrukturbau. Die Anforderungen unterscheiden sich aber je nach Nutzung und Gebäudegeometrie stark. Bestehende Bauten müssen bei Umbau und Sanierung verhältnismässig angepasst werden.
Die BSV 2015 richten sich an alle Eigentümer- und Nutzerschaften, aber auch an alle anderen Personen, die bei Planung, Bau, Betrieb oder Instandhaltung tätig sind.
Im Detail sind die neuen Vorschriften abrufbar auf der Internetseite der Vereinigung Kantonaler Feuerversicherungen.
Die neuen Vorschriften sind auch als druckbare Version auf der Internetseite der Gebäudeversicherung Kanton Zürich zu finden.
KMU im Visier von Cyber-Angriffen
In den vergangenen Tagen gingen bei der Melde- und Analysestelle Informationssicherung Melani vermehrt Meldungen von Schweizer KMU ein, die verdächtige Spam-E-Mails erhalten haben. Die gemeldeten E-Mails stammten dabei offensichtlich von angeblichen Geschäftspartnern und versuchten, den Empfänger der E-Mail mit einem e-Banking-Trojaner zu infizieren, wie die Meldestelle Melani mitgeteilt hat. Bei einem kürzlich bekannt gewordenen Fall, welcher ein Freiburger Unternehmen betraf, sei mittels desselben Trojaner ein siebenstelliger Betrag gestohlen worden.
Redaktion - 2. März 2015
Immer häufiger Ziel von Cyber-Angriffen: Schweizer KMU
In vielen Fällen handle es sich dabei um eine angebliche Fax-Nachricht, die per E-Mail verschickt werde. Ein üblicher Betreff solcher E-Mails sei „Fax message has been received“ mit einem Dateianhang Namens „FAX_XXXXXXXXXXXX.zip“, wobei X für eine beliebige Zahl stehe. Diese Emails würden nicht wie sonst üblich über Spam-Botnetze versendet, sondern tatsächlich über das Konto des Absenders. Die Schadsoftware (Malware), welche sich in der zip-Datei befindet, stiehlt dazu das Adressbuch des Opfers und versendet sich danach selber an die darin enthaltenen Empfänger, wie Melani ferner betont. Da die Absender dieser E-Mails nicht gefälscht und zudem in vielen Fällen tatsächlich Geschäftspartner der Adressaten seien, bestehe ein erhöhtes Risiko, dass Letztere den Anhang öffnen und sich mit Malware infizieren würden.
Melani schreibt, dass die Angreifer immer stärker auch KMU ins Visier nehmen würden. Dies werde dadurch begünstigt, dass viele KMU sich gegen Gefahren aus dem Cyberspace ungenügend schützten. Das Problem liege dabei nicht zwingend bei den KMU, sondern oft auch an den beauftragten IT-Dienstleistern, welche die IT-Sicherheit teilweise stark vernachlässigten. Dies werde noch dadurch verstärkt, dass die Verantwortlichkeiten zwischen Kunde und Anbieter unzureichend geregelt seien.
Aktuelle Situation der IT-Sicherheit in Unternehmen
90 Prozent der Sicherheitsverantwortlichen in Unternehmen sind von ihren Sicherheitsvorkehrungen überzeugt. Dies scheint tief zu sitzen, denn nur 60% gaben an, ihre Systeme regelmässig zu aktualisieren, und lediglich 10% der Internet-Explorer-Anwender nutzen die aktuellste Version. Das zeigt der „Annual Security Report 2015“ von Cisco, wie das Unternehmen schreibt.
Redaktion - 2. März 2015
Unternehmen sind ständig von Schadprogrammen betroffen
Im Rahmen des neuen Reports wurden sowohl Cybersecurity-Trends als auch die aktuelle Situation der IT-Sicherheit in Unternehmen untersucht. Es wurden nicht nur Sicherheitsführungskräfte (CISO) von 1700 Unternehmen in neun Ländern befragt, sondern auch Daten aus 70 Firmen sowie von mehr als 800 000 Nutzern und Hosts weltweit analysiert. Demnach würden drei von vier CISO denken, dass ihre Sicherheitstools sehr oder extrem effektiv seien. Jedoch nutze weltweit weniger als die Hälfte der Sicherheitsverantwortlichen Standardtools wie Patching und Konfigurationsmanagement, um Anwendungen und Systeme immer auf dem neusten Stand zu halten. Zum Beispiel seien trotz der bekannten Sicherheitslücke Heartbleed immer noch 56% aller installierten OpenSSL-Versionen mehr als vier Jahre alt.
Unternehmen sind ständig von Schadprogrammen betroffen. Die Malware versuche, auf dem betroffenen Host unerkannt zu bleiben, um so langfristig Daten auslesen zu können. Dies ist offenbar ein Grund dafür, dass sich IT-Sicherheitsteams deutlich sicherer fühlen als sie es tatsächlich sind, wie Cisco betont.
Den ausführlichen Original-Bericht können Sie hier über Cisco anfordern.
Hackerattacken simulieren und Sicherheitskultur fördern
Wer würde nicht gerne mal testen, ob die eigenen Mitarbeitenden mit den Gefahren im Internet vertraut sind? Eine Gruppe von Sicherheitsspezialisten hat eine entsprechende Applikation namens „Lucy“ entwickelt, die in der Lage ist, realistische Hackerattacken zu simulieren.
Redaktion - 2. März 2015
Mit „Lucy“ das eigene Unternehmen hacken.
Einmal installiert, erlaubt die Applikation dem Administrator parallel Angriffe zu starten, ohne dass dafür vertiefte Hackerkenntnisse notwendig sein müssen. Mit wenigen Klicks kann man Webseiten im Internet kopieren oder Vorlagen unterschiedlicher Angriffsmethoden auswählen. Die technischen Aspekte wie den Versand von „Lockmails“, das Starten des Webservers mit eingebetteter Spionagesoftware, die statistische Auswertung bis zur Erstellung von funktionsfähigen Test-Trojanern übernimmt dabei „Lucy“, wie es heisst.
Erst wer weiss, wie es um die Sensibilisierung der Mitarbeitenden steht, kann allfällige Wissenslücken schliessen. „Lucy“ wurde deshalb auch mit einem E-Learning-Modul ausgestattet.
Die Verwendung von „Lucy“ sei nur sinnvoll, wenn die Applikation als Teil einer umfassenden Kampagne zur Förderung der Sicherheitskultur eingesetzt werde, lassen die Initianten wissen.
Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage des Anbieters.