SMS am Steuer auch ohne Tippen gefährlich

Auch mit einer Spracherkennungssoftware erhöht das Versenden von SMS am Steuer die Unfallgefahr.

Wer SMS am Steuer versenden will, sollte dafür kurz anhalten.
Wer SMS am Steuer versenden will, sollte dafür kurz anhalten.

Wer am Steuer SMS per Hand eingibt, ist eine Gefahr für sich selbst und andere – das ist bekannt. Doch was ist, wenn der Fahrer eine Spracherkennungssoftware für den Versand verwendet? Ist er damit auf der sicheren Seite?

Leider nein, wie eine Untersuchung des Instituts für Arbeit und Gesundheit der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (IAG) zeigt: Zwar mindert das Lesen und manuelle Schreiben der Nachrichten die Aufmerksamkeit für den Strassenverkehr besonders stark. Aber auch mit einer Spracherkennungs-App ist die Ablenkung immer noch signifikant.

In der Untersuchung mussten die Probanden eine Teststrecke im Fahrsimulator zurücklegen und dabei entweder SMS auf dem Handy lesen und schreiben, oder dann wurden Ihnen die Nachrichten über eine Spracherkennungs-App vorgelesen.

„Es hat sich gezeigt, dass bei allen Personen die Fahrleistung durch die Zusatzaufgaben deutlich schlechter wurde“, sagt Studienleiterin Dr. Hiltraut Paridon. Zwar ist das Tippen die grösste Ablenkung – aber auch bei Verwendung der Spracherkennungs-App wichen die Probanden signifikant von der Spur ab.

Die Studienleiter raten deshalb, im Strassenverkehr immer auf das Handy zu verzichten.

Rotronic wird 50

Die Rotronic im zürcherischen Bassersdorf feiert in diesem Jahr ihr 50-Jahr-Jubiläum.

Geschäftsführer Michael Taraba

„Wir entwickeln mit Herzblut und Innovationsgeist.“ – Michael Taraba, Geschäftsführer der Rotronic AG

Das 1965 gegründete Handels- und Produktionsunternehmen Rotronic wird von der Familie Schroff geführt und bietet die unterschiedlichsten Lösungen für Händler- und Industrie-Kunden an. Die Geschäftsfelder umfasse Produkte für die Messung von Feuchte, Temperatur, CO2 und Differenzdruck. Ferner gehören auch Lösungen für Sicherheitssysteme, im Bereich 19“-Technik, in der unterbrechungsfreien Stromversorgung dazu.

Das Unternehmen arbeitet eng mit ausgesuchten Lieferanten zusammen, bietet Installateuren Beratung und ein sich ergänzendes Sortiment aus den Bereichen Videoüberwachung, Netzwerktechnik und Datenspeicherung an.

Die international ausgerichtete Gruppe erarbeitet rund 60% ihres Umsatzes im Ausland. In der Feuchte- und Temperaturmessung gehört der Anbieter nach eigenen Angaben weltweit zu einem der stärksten Player. Die Tochtergesellschaften befinden sich in den wichtigsten globalen Märkten wie USA, China, UK, Frankreich, Italien und Deutschland. Auch in Singapur hat die Firma seit 2013 eine Niederlassung.

Travail.Suisse kritisiert verlängerte Arbeitszeiten

Der Arbeitnehmer-Dachverband Travail.Suisse fordert Schutzbestimmungen für Arbeitnehmer.

Arbeitnehmende sollen künftig besser vor Überarbeitung geschützt werden.
Arbeitnehmende sollen künftig besser vor Überarbeitung geschützt werden.

Seit der Aufhebung des Euro-Mindestkurses steckt die Schweiz in einer Währungskrise, die den Druck auf die Arbeitnehmenden verstärkt. Die Arbeitgeber fordern insbesondere die Verlängerung der Arbeitszeiten. Dabei sind lange und flexible Arbeitszeiten und eine grosse Anzahl Überstunden bereits Realität – mit bekannten Folgen: eine Million Arbeitnehmende sind erschöpft, 300’000 stehen kurz vor einem Burn-out.

Dies kritisiert der Arbeitnehmer-Dachverband Travail.Suisse: „Diese Entwicklung auf dem Buckel der Arbeitnehmenden ist verheerend und wird mittel- bis längerfristig Schäden hinterlassen“, sagt Gabriel Fischer, Leiter Wirtschaftspolitik bei Travail.Suisse.

Der Dachverband fordert klare Schutzmassnahmen für die Arbeitnehmenden. Travail.Suisse-Vizepräsident und Nationalrat Jacques-André Maire hat zwei Vorstösse eingereicht, welche die Bedingungen für die Arbeitnehmenden verbessern sollen.

Konkret will die Motion 15.3102 „Überzeit: Gleichbehandlung von Teilzeit- und Vollzeitbeschäftigten“ Teilzeitangestellte schützen. Die Überzeitgrenze soll dem Beschäftigungsgrad angepasst werden.

Die zweite Motion 15.3101 „Erhöhung der Ankündigungsfrist der Arbeitszeiten auf vier Wochen“ fordert die Erhöhung der Ankündigungsfrist von heute zwei auf vier Wochen. Das soll die Planung für die Arbeitnehmenden erleichtern.

Sicher mit dem Velo zur Arbeit

Das BfU gibt Sicherheitstipps für den Arbeitsweg mit dem Velo oder dem E-Bike.

Beim Velofahren lauern Gefahren - das gilt auch für den Arbeitsweg.
Beim Velofahren lauern Gefahren – das gilt auch für den Arbeitsweg.

Mit dem Velo zur Arbeit zu fahren bringt Bewegung in den Alltag – ist aber auch nicht ganz ungefährlich: Insbesondere zur Stosszeit sind die Risiken auf den Strassen für Zweiradfahrer noch höher als sonst.

Das Bundesamt für Unfallverhütung (BfU) gibt Tipps für einen sicheren Arbeitsweg per Velo oder E-Bike.

Für Betriebe gibt das Amt zudem einen Safety Kit zum Thema Velo und E-Bike heraus: Plakate, Flyer, eine fixfertige Präsentation sowie ein Kurzvideo weisen auf Gefahren hin und sensibilisieren die Mitarbeiter, damit diese auch mit dem Rad sicher bei der Arbeit ankommen. Als zusätzliches Goodie sind den Flyern Speichenreflektoren beigefügt – ein konkreter Beitrag zur Sicherheit für die Radler.

Sicherheitsverbunds-Übung: Erste Erkenntnisse

Was passiert, wenn in der Schweiz mehrere Tage der Strom ausfällt und gleichzeitig eine schwere Pandemiewellen wütet? Wie reagieren Bund, Kantone und Armee auf einen solchen Krisenfall? Mit diesen Fragen beschäftigte sich die Sicherheitsverbundübung 2014 (SVU14).

Im Element – SVU-Leiter Toni Frisch.

«Unsere Gesellschaft ist verletzlicher geworden» -SVU-Leiter Toni Frisch.

Am 8. Schweizer Polizei Informatik Kongress (SPIK) in Bern hat SVU-Leiter Toni Frisch erste Erkenntnisse aus der im November durchgeführten Übung präsentiert. Als Szenario diente eine dreimonatige Strommangellage mit einem 48-stündigen Komplett-Stromausfall. Zusätzlich grassierte eine starke Grippepandemie. Es handelte sich um die erste landesweite Übung des Krisenmanagements seit 17 Jahren: Neben Bund, allen Kantonen und einigen Städten nahmen auch Betreiber kritischer Infrastrukturen wie Bahn- und Stromnetzen und die Armee teil.

Im Grossen und Ganzen lasse sich die Übung des Sicherheitsverbundes Schweiz als sehr positiv beschreiben, fasste Frisch in seinem Referat zusammen: «Die Mitarbeit aller Beteiligten war sehr konstruktiv und engagiert. Es konnten Schwachpunkte auf verschiedenen Ebenen identifiziert und Massnahmen für eine zukünftige Verbesserung erarbeitet werden.»

Am Wichtigsten sei jedoch die Erkenntnis, wie verletzlich unsere heutige Gesellschaft ist, hielt Frisch fest. Da wir es uns gewohnt seien, dass alles funktioniere, verlieren wir an Innovationsfähigkeit in Krisensituationen. Ausserdem seien wir in den vergangen Jahren viel stärker vom Strom abhängig geworden. «Wir hoffen stark, dass wir die Bevölkerung mit unseren Ergebnissen sensibilisieren können ohne dabei zu dramatisieren.»

Guter Rat – Vorrat

Als problematisch erwies sich insbesondere die mehrmonatige Dauer der Krise. Durch den Ausfall von Verkehrsmitteln und Krankheitsabwesenheiten mangle es überall an Personal – auch in den Sicherheitsorganisationen. Weiter würde die Kommunikation massiv eingeschränkt. Sich eine solche Situation vorzustellen, sei gar nicht so einfach, betont Frisch. «Das komplexe Ausmass wird erst klar, wenn man die vielen kleinen Dinge, welche ohne Strom nicht mehr funktionieren würden, zusammenhängend betrachtet. Dies bedingte ein hohes Mass an Vorstellungskraft aller Übungsteilnehmer.»

Als besonders kritischen Punkt nannte der Übungsleiter die Versorgung der Bevölkerung mit Lebensmitteln. In einer Zeit, in der kaum jemand Notvorräte lagere, können Lieferengpässe schnell schwerwiegende Konsequenzen haben. «In diesem Punkt müssen wir uns klar verbessern», so Frisch.

Rund 600 Vertreter aus Polizei und Wirtschaft, IT-Experten verschiedener Branchen und Teilnehmer aus der Politik nahmen am 8. SPIK am 26. März teil. Der jährliche Anlass ist die nationale Plattform für den Erfahrungsaustausch zu den Themen Polizeiinformatik und Bekämpfung von Cybercrime. Neben Referaten in sieben Symposien konnten sich die Teilnehmenden an über 30 Messeständen vom praktischen Nutzen der präsentierten Lösungen überzeugen.

Foto: Claudio Protopapa, Kapo Bern

Nützliches Prognose-Tool

Die Stadtpolizei Zürich arbeitet seit über einem Jahr mit einem Prognosewerkzeug bei Wohnungseinbrüchen. Das Tool hat sich im Praxisalltag bewährt.

Foto: R. Strässle

Einmal mehr sind Wohnungseinbrecher unterwegs. Heute treiben sie in diesem Quartier ihr Unwesen, tags darauf in einem anderen. Doch wann und wo genau? Diese Frage ist zentral für die Polizeikräfte, um quasi vor dem Täter an Ort und Stelle zu sein. Aus diesem Grund arbeitet die Stadtpolizei Zürich seit rund eineinhalb Jahren mit einem neuartigen Prognosewerkzeug. Aber nicht nur sie, auch im Aargau und in Baselland ist das Tool im Einsatz. Hellseherische Fähigkeiten habe die Software nicht, sagt Thomas Schweer vom Institut für musterbasierte Prognosetechnik am kürzlich durchgeführten Schweizer Polizei Informatik Kongress (SPIK) in Bern. „Precobs“ sei ein Analyse- und Progonosesystem für die Kriminalitätsbekämpfung; sie wurde in enger Zusammenarbeit mit und für die Polizei entwickelt. Diese Art der Verbrecherjagd läuft unter dem Begriff „Predictive Policing“.

Klar, ohne genaue Angaben läuft auch bei „Precobs“ nichts, das mit möglichst vielen Deliktdaten gefüttert werden muss. Damit mache das Tool nichts anderes als jeder erfahrene Polizist, nur viel schneller, sagt Dominik Balogh von der Einsatzabteilung der Stadtpolizei Zürich. Das System kann aus grossen Datenmengen täterbezogene Muster erkennen, was gemäss Thomas Schweer Rückschlüsse und somit ein Blick in die Zukunft zulässt. Internationale Studien zeigen, dass geografische Bezirke, in denen Täter unterwegs waren, häufig in kurzer Zeit und im direkten Umfeld erneut zuschlagen. Die Rede ist vom Near-Repeat-Phänomen.

Thomas Schweer ist es wichtig zu erwähnen, dass „Precobs“ lediglich ein Hilfsmittel für die polizeiliche Arbeit darstellt. Aber auch für Balogh, der das System im Praxisalltag in Zürich erprobt hat, ist unbestritten, dass es nach wie vor die Analyse von erfahrenen Polizeikräften braucht. Gemäss ihm, der sich auf die kürzlich veröffentlichte Kriminalstatistik der Kantonspolizei Zürich stützt, sind die Wohnungseinbrüche in denjenigen Stadtquartieren zurückgegangen, in denen mit dem Prognosewerkzeug gearbeitet wurde. Jetzt will die Stadtpolizei das System auf Einbrüche von Geschäftsliegenschaften ausdehnen, wie Balogh ferner sagte.

Energie tanken bei der Arbeit

Ein neues Energieprogramm von PwC will die Gesundheit seiner Mitarbeitenden ganzheitlich fördern.

Entspannte und gesunde Mitarbeiter tragen zum Erfolg eines Unternehmens bei.
Entspannte und gesunde Mitarbeiter tragen zum Erfolg eines Unternehmens bei.

PwC Schweiz präsentiert ein neues Gesundheitsförderungsprogramm für seine Angestellten. Das Programm „Energy to grow your own way“ setzt auf die vier Säulen Aktivität, Einstellung, Ernährung und Entspannung. Die verschiedenen Massnahmen sollen dafür sorgen, dass den Mitarbeitern genügend Energie für berufliche und private Aktivitäten zu Verfügung steht.

Konkret setzt das Unternehmen auf Trainings zu Zeitmanagement und Selbstorganisation, um den Stress bei der Arbeit zu reduzieren. Sport- und Meditationskurse über Mittag sollen Bewegung in den Alltag bringen. Info-Veranstaltungen mit einem Schlafexperten und ein Ruheraum für einen gelegentlichen Power Nap sollen mithelfen, die geforderten acht Stunden Schlaf zu erreichen; gesündere Mahlzeiten in der Kantine sowie Früchte und Nüsse für zwischendurch für eine ausgewogenere Ernährung sorgen.

Gesunde und entspannte Mitarbeiter sind leistungsfähiger und bringen ein Unternehmen letztendlich weiter – diese Erkenntnis setzt sich auch bei PwC durch.

Gemeinsam gegen Cyber-Attacken

Bundesbern und die Wirtschaft wappnen sich gemeinsam gegen Cyber-Risiken.

Cyber-Bedrohungen gehören branchenübergreifend zu den grössten Herausforderungen.
Cyber-Bedrohungen gehören branchenübergreifend zu den grössten Herausforderungen.

Der Bundesrat hat vor zwei Jahren eine «Nationale Strategie zum Schutz der Schweiz vor Cyber-Risiken (NCS)» verabschiedet: In Zusammenarbeit mit Behörden, Wirtschaft und den Betreibern kritischer Infrastrukturen sollen die Cyber-Risiken minimiert werden. Unter den 16 Massnahmen zur NCS-Umsetzung ist unter anderem enthalten, dass mittels systematischer Zusammenarbeit mit relevanten IKT-Leistungserbringern und Systemlieferanten zusätzliche Fähigkeiten und Kapazitäten aufgebaut werden sollen.

Zur Umsetzung dieser Massnahme haben die dafür verantwortliche Melde- und Analysestelle Informationssicherung des Bundes (MELANI) und der Verein «Swiss Cyber Experts (SCE)» 2014 eine Public Private Partnership (PPP) gegründet. Sie hat zum Ziel, im Falle schwerer Cyber-Übergriffe den Geschädigten dank gebündeltem Expertenwissen effizient eine Diagnose zu liefern. Die PPP ist seit kurzem operativ.

Jetzt hat auch der Wirtschaftsdachverband Economiesuisse beschlossen, die Initiative zu unterstützen. Kurt Lanz von Economiesuisse: «Cyber-Bedrohungen gehören branchenübergreifend zu den grössten Herausforderungen der Gegenwart und der Zukunft».

Für SCE-Präsident Alain Gut steht bei der Zusammenarbeit der Wissenstransfer im Zentrum: «Bedrohungen für IKT-Infrastrukturen werden heute immer ausgeklügelter und verändern sich sehr schnell. Umso wichtiger ist daher der Austausch von aktuellem Expertenwissen, um gemeinsam die Sicherheit zu erhöhen».

Sonderschau „Sicheres Retten aus Höhen und Tiefen“ an der A+A

Wie Rettungen aus Extremsituationen gelingen, zeigt eine Sonderschau an der A+A 2015 in Düsseldorf.

Praktiken für die Rettung verunfallter Personen in Extremsituationen demonstriert die A+A

An der A+A, internationale Fachmesse und Kongress für sicheres und gesundes Arbeiten, findet erstmals die Sonderschau „Sicheres Retten aus Höhen und Tiefen“ statt.

Kooperationspartner ist die Kooperationspartner ist die Bundesanstalt Technisches Hilfswerk (THW). „Thematisiert werden mittels eines Tauchbeckens und überbauter Klettereinrichtung Praktiken für die Rettung verunfallter Personen aus Extremsituationen – gleich, ob über oder unter Wasser“, skizziert Birgit Horn, Director der Messe Düsseldorf für die A+A 2015, was die Fachbesucher in Halle 6 messetäglich „live“ miterleben können. Der inhaltliche Fokus liegt neben der sicheren Arbeit der Helfer auf geeigneter Persönlicher Schutzausrüstung (z. B. Absturzsicherung).

Die A+A findet vom 27. bis zum 30. Oktober 2015 in Düsseldorf statt.

Unterstützung für neues Informatik-Departement

Ein Drittel der Aufbaukosten für das neue Departement Informatik will die Hochschule Luzern mittels Fundraising finanzieren. Erste Firmen haben zugesagt.

Auf Fundraising-Tour: René Hüsler von der Hochschule Luzern.
Auf Fundraising-Tour: René Hüsler von der Hochschule Luzern.

Das neue Departement Informatik der Hochschule Luzern in Rotkreuz findet prominente Unterstützung aus der Wirtschaft. Die Siemens-Division Building Technologies und die Roche Diagnostics AG beteiligen sich als erste Hauptsponsoren. Namhafte Beträge würden auch die Medela AG und die Crypto AG/InfoGuard AG spenden. Insgesamt wollen diese Firmen 850‘000 Franken an den Aufbau beisteuern, wie die Hochschule wissen lässt. «Wir schätzen dieses Engagement sehr. Die grosszügige Unterstützung bekräftigt uns auch im Entscheid, die Ausbildung von Informatikerinnen und Informatikern mit einem eigenen Departement in Rotkreuz zu stärken», sagt René Hüsler, Direktor des neuen Departements.

«Wir arbeiten in den verschiedensten Disziplinen bereits seit Jahren sehr eng mit der Hochschule Luzern zusammen. Mit unserem Engagement für das neue Departement Informatik wollen wir die inhaltliche und räumliche Nähe zu unserer Forschung und Entwicklung in Zug unterstreichen und einen aktiven Beitrag zur Nachwuchsförderung leisten», erklärt Matthias Rebellius, CEO der Siemens-Division Building Technologies. Das Know-how, das mit dem neuen Departement aufgebaut werde, sei nicht nur für die Industrie, sondern für die gesamte Region von grosser Bedeutung.

Für René Hüsler gehen die Fundraising-Bemühungen weiter. Insgesamt kostet der Aufbau des neuen Departements drei Millionen Franken, ein Drittel davon soll mittels Spendengeldern beschafft werden. Über die Anschubfinanzierung des Kantons Zug in Höhe von einer Million Franken entscheidet das Zuger Kantonsparlament voraussichtlich im Juni dieses Jahres.

Geplant ist, dass das neue Departement Informatik im Herbst 2016 in einer Übergangslösung auf dem Suurstoffi-Areal in Rotkreuz den Betrieb aufnimmt. 2019 soll an dem Standort ein Neubau der Hochschule Luzern bezugsbereit sein: Nebst dem Informatik- entsteht auch ein Finance-Campus. Der Zuger Kantonsrat müsse dafür jedoch die planerischen Voraussetzungen schaffen und den Standort im Richtplan festsetzen, so die Hochschule.

Was ein Verkehrsunfall kostet

Die Simulation eines Verkehrsunfalls zeigt auf, welche Notfallprozesse dadurch ausgelöst werden - und was diese kosten.

Simulierter Verkehrsunfall: Notfall- und Rettungsprozesse bedeuten einen grossen Aufwand.
Simulierter Verkehrsunfall: Notfall- und Rettungsprozesse bedeuten einen grossen Aufwand.

Am 25. März 2015 wurde in der Schweiz zum ersten Mal ein Verkehrsunfall unter wirklichkeitsgetreuen Bedingungen simuliert. Im Rahmen der Kampagne „Das richtige Verhalten“ wollen die verschiedenen Partnerorganisationen die Strassenbenützer im Bereich der Verkehrssicherheit sensibilisieren und aufzeigen, welche Kosten bei einem Unfall effektiv entstehen. Auch wenn jedes einzelne gerettete Leben natürlich unbezahlbar ist, so entstehen durch Verkehrsunfälle doch oft auch hohe Kosten für die Allgemeinheit: In der Schweiz summieren sich diese Folgekosten jedes Jahr auf rund 4,2 Milliarden Franken.

Die Simulation in Mont-sur-Lausanne hat anhand eines nachgestellten Verkehrsunfalls im Detail aufgezeigt, welche Notfall- und Rettungsprozesse ausgelöst und welche Kosten dadurch schliesslich auch verursacht werden.

Konkret simuliert wurde ein Unfall zwischen zwei Fahrzeugen sowie die einzelnen Etappen der Interventionskette: Die Ankunft von Polizei und Ambulanz, die medizinische Erstversorgung durch den Notfalldienst, die Befreiung der eingeklemmten Insassen aus den Fahrzeugen durch das Rettungskorps und schliesslich der Helikoptertransport der Unfallopfer ins Spital. Ein enormer Aufwand, der schon durch eine kleine Unaufmerksamkeit ausgelöst werden kann.

Dieser Informations- und Präventionsevent wurde vor dem Hintergrund der Kampagne „Das richtige Verhalten“ durchgeführt, gemeinsam vom TCS, der Waadtländer Kantonspolizei, den zuständigen Behörden der Stadt und des Kantons, dem Strassenverkehrsamt, Schutz und Rettung Lausanne sowie der Rega.

Suva nutzt Big Data

Dank Datenanalysen spart die Suva spart 160 Mio. Franken pro Jahr.

Rechnungsanalysen im Grossmassstab - so findet die Suva auffällige Daten.
Rechnungsanalysen im Grossmassstab – so findet die Suva auffällige Daten.

Die Suva nutzt neu Datenspuren, um die Heilkosten im Griff zu halten. Sie identifiziert aus Millionen von Rechnungen inhaltliche Muster und kann damit nun auffällige Daten ermitteln: zum Beispiel Diagnosen, die nicht mit den Medikamenten übereinstimmen, oder zwei Medikamente, deren Wirkungen sich widersprechen. Mit Big-Data-Analysen erhält die Suva Hinweise, ob die Leistungserbringer korrekt und plausibel abrechnen.

«Diese Rechnungskontrolle ist für uns zentral, da wir sorgfältig mit den Prämiengeldern unserer Kunden umgehen müssen», sagt Felix Weber, Geschäftsleitungsmitglied der Suva. 2,3 Millionen Rechnungen erhält die Suva jährlich, über 12 Prozent davon weist sie zurück. So kann es zum Beispiel vorkommen, dass auf den Rechnungen eines Unfallpatienten auch gleich noch seine Prostata- oder Asthma-Medikamente aufgeführt sind oder dass Leistungen doppelt berechnet werden. Seit der Einführung des Fallpauschalensystems Swiss DRG im Jahr 2012 kann ein von der Suva entwickeltes Programm auch Unstimmigkeiten bei den Codierungen feststellen. Insgesamt verhindert die Suva dank Big Data, dass sie jährlich fälschlicherweise 160 Millionen Franken zu viel ausbezahlt – also rund 450 000 Franken pro Tag.

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